Co2-Handel.de - Das Portal zum Emissionshandel und Klimaschutz
Sie sind hier: Home » Klimawandel
Seite empfehlen

WWF fordert: Wattenmeer gegen steigenden Meeresspiegel wappnen (16.03.2010)

WWF fordert von Wattenmeerkonferenz vorsichtigeren Umgang mit dem Wattenmeer und rechtzeitige Vorbereitung auf den Klimawandel

Die 11. Konferenz der Anrainerstaaten des Wattenmeeres findet am 17. und 18. März unter deutscher Präsidentschaft auf Sylt statt. Auch nach Anerkennung des Wattenmeeres als Weltnaturerbe durch die UNESCO sieht der WWF noch viele ungelöste Probleme, für die gemeinsame Strategien vereinbart werden müssen. Die Fischerei auf Muscheln und Krabben sei noch nicht naturverträglich und immer mehr unvorsichtig eingeschleppte und gebietsfremde Arten globalisierten die ursprüngliche Natur vor der Küste. Es drohe eine weitere Industrialisierung des Wattenmeeres durch Kohlekraftwerke, Ölförderung, Kohlendioxidspeicherung und übertriebenen Hafenausbau. Das Risiko von großen Schiffsunfällen mit dem Austritt von Öl oder Chemikalien wachse. Und der durch den Klimawandel beschleunigt ansteigende Meeresspiegel bedrohe das Wattenmeer auf lange Sicht sogar in seiner Substanz.

Bild: Pixelio/zeebru„Wir müssen heute beginnen, die Anpassung des Wattenmeeres an den Klimawandel vorzubereiten“ sagte Hans-Ulrich Rösner, Projektleiter Wattenmeer beim WWF Deutschland. „Dazu brauchen wir Forschungsarbeiten und Pilotprojekte, die zeigen, wie der künftige Schutz der Menschen vor Sturmfluten mit dem Erhalt der einmaligen Wattenmeerlandschaft auch bei steigendem Meeresspiegel in Einklang gebracht werden kann.“

Zu kurz greifen die Konferenzvorbereitungen beim Thema Schiffssicherheit. Die Schifffahrt müsse endlich den besonderen Status des auch von der Internationalen Schifffahrtsorganisation als besonders empfindlich anerkannten Wattenmeeres zur Kenntnis nehmen. „Der besondere Schutzbedarf muss wenigstens in die Seekarten aufgenommen werden und Schiffe, die sich dem Wattenmeer nähern, müssen von der Verkehrsüberwachung angesprochen und auf den besonderen Schutzbedarf hingewiesen werden“, sagte Rösner.

Wichtig sei auch, dass Dänemark sich nun um die Erweiterung des Weltnaturerbes auf seinen ´Teil des Wattenmeeres bemüht, damit zusammen mit dem hamburgischen Wattenmeer klar wird: Es ist ein gemeinsames Naturgebiet, für welches die drei Staaten gemeinsam eintreten, und für das sie gemeinsam Vorsorge gegen schädigende Entwicklungen treffen. Auch für die notwendige Erneuerung des gemeinsamen Managementplans für das Wattenmeer und der Erarbeitung einer Strategie für umweltverträglichen Tourismus fehlt noch die Zustimmung Dänemarks.

Rückschritte befürchtet der WWF in der Bildungsarbeit zum Wattenmeer. Die drei Wattenmeerstaaten Deutschland, Niederlande Dänemark hätten in den letzten Jahren mit der „Internationalen Wattenmeerschule“ ein vorbildliches Programm geschaffen. Es unterstützt Klassenfahrten in das Wattenmeer der Nachbarländer und entwickelt zahlreiche Hilfestellungen für die Informations- und Bildungsarbeit im Wattenmeer. Ein ganzes Netzwerk von Infozentren in Dänemark, Deutschland und den Niederlanden könne so erfolgreicher arbeiten. „Die Anerkennung als Weltnaturerbe, erfordert eigentlich ein Mehr an Bildungsarbeit, doch ausgerechnet jetzt droht die finanzielle Austrocknung“ sagt Rösner. Der WWF fordert von der Wattenmeerkonferenz eine Fortsetzung und Ausweitung der Aktivitäten der Internationalen Wattenmeerschule.


Quelle: WWF


Aktuelle Markdaten und Börsenkurse

Climate Change News by Climate Ark

29.07.2010

MCS-Zertifizierung könnte britischen Photovoltaikmarktes begrenzen

Forscher: Seit 1990 steigt die Temperatur in der Arktis rasant an

05.10.10: Ressourceneffizienz - Motor für ein Grünes Wachstum

Atomindustrie dringt auf «15 Jahre plus X»

DIW Berlin: Grundsätzlich viel Spielraum für Brennelementesteuer

Kohlendioxid-Recycling: Klimakiller oder Kassenknüller?

28.07.2010

Für Stromleitung aus der Wüste: Blaupause mit 800 kV steht in China

Karlsruher Stadtmobil-Kunden können Plug-in Hybrid Prototypen mieten

Unterwasserfahrzeug forscht unter dem Treibeis der Arktis

Offshore wind heads for record year

Baden-Württemberg: 80 Prozent mehr Schiffs-Gütertransport möglich

19.08.10 : Emissionshandel und Klimaschutz in den USA

Röttgen will Windenergie verstärkt fördern

21.10.10: Launch Event für CDP Deutschland Bericht

27.07.2010

Neuer Online-Rechner: Photovoltaik-Anlagen an Wohngebäuden

Bund kappt Ökosteuer-Rabatte für energieintensive Industrie

Brasilianische Ureinwohner besetzen Wasserkraftwerk

Elektroauto Chevrolet Volt kommt zum Premiumpreis

Die Nutzung der Windenergie auf dem Meer kennt nur Gewinner

Stadtwerke Flensburg verkauft Ökostrom über mobilcom-debitel

Bundesnetzagentur: Über drei Gigawatt mehr Solaranlagen im ersten Halbjahr

KfW-Klimaschutzbeauftragter koordiniert Erstellung von Weltklimabericht

Viele Fragen offen für Deutschlands grüne Zukunft

26.07.2010

transpower will bessere Prognose für Wasserkraft und Photovoltaik

Hacker-Attacke legt ECX-Website vorübergehend lahm

Musterkommunen-Wettbewerb: 72 Bewerber erhalten ihren CO2-Rechner

Kleine solarthermische Kraftwerke mit Mehrfachnutzen für heiße Länder

EUA-News KW 29/2010

Wuppertal-Institut: CCS als Brückentechnologie für deutsche Kohlekraftwerke unnötig

Ab 26. Juli: Dritte Bayerische Klimawoche startet mit über 700 Aktionen

Flughafen Stuttgart will CO2-Emissionen um 20 Prozent reduzieren

23.07.2010

Wüstenstrom-Konsortium verzichtet auf Namen Desertec

Verband: Bald über Elektroauto-Prämie entscheiden

Fachagentur veröffentlicht umfassende Marktübersicht zu Hackschnitzel-Heizungen

WWF: Verschiebung des US Klima- und Energiegesetzes herber Rückschlag

Klima- und umweltfreundlich reisen: WWF sieht noch wenige Veranstalter auf gutem Weg

US-Senat vertagt umfassendes Klima- und Energiegesetz