Co2-Handel.de - Das Portal zum Emissionshandel und Klimaschutz
Sie sind hier: Home » Klimawandel
Seite empfehlen

Wetterexperte: Bis zum Ende des Jahrhunderts ein Klima wie in Mailand (12.07.2010)

Offenbach - Wenn der Klimawandel weiter voranschreitet, erlebt Deutschland bis Ende des Jahrhunderts einen Sommer wie in Norditalien. «Man sieht schon, dass die Mitteltemperatur im Sommer höher wird», sagte der Klimatologe Gerhard Müller-Westermeier vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach am Montag in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Über 100 Jahre hinweg sei die Sommermitteltemperatur in Deutschland bereits um etwa 1,1 Grad gestiegen, weltweit seien es 0,6 bis 0,7 Grad.

«Dieser heiße Sommer passt zum Klimawandel, ist aber kein Beweis», betonte Müller-Westermeier. Die gegenwärtige heiße Wetterlage beruhe unter anderem auf einer Strömung in fünf bis sieben Kilometern Höhe, die mal kalte Luft vom Norden und mal warme vom Süden nach Deutschland bringe. «Die Strömung ist derzeit relativ stabil, wie lange sie noch anhält, weiß man aber nicht», erläuterte der Klimatologe.

Bild: Pixelio/joujouAufgrund der Datenverzögerung lasse sich nicht sagen, ob es derzeit global wärmer ist als gewöhnlich. «Insgesamt tauschen sich die Extreme aber meist aus», sagte der Forscher auch mit Blick auf die Ozeanflächen. Die globale Luftzirkulation liege aber oft so, dass die US-Ostküste und Europa ähnliche Wetterextreme hätten.

«Schon der Juni war bei uns und weltweit zu warm, und momentan haben wir es fünf Grad zu warm für Juli», erläuterte der Klimatologe. Wenn es so weitergeht, werde die Temperatur knapp an den Rekordjuli 2006 heranreichen - damals verbanden sich Wetter und Fußball-WM zum Sommermärchen in Deutschland.

Bei weiterem Ausstoß der Treibhausgase könnten die Sommertemperaturen in Deutschland bis Ende des Jahrhunderts im Schnitt um mehr als drei Grad steigen. «Das wäre ungefähr die Differenz zwischen Frankfurt und Mailand. Wir hätten dann in etwa so ein Wetter wie in Norditalien», erläuterte der Forscher. Aber die Temperatur sei nicht alles, wichtiger seien die veränderten Niederschläge.

Es werde vor allem im Winterhalbjahr mehr regnen und im Sommer weniger. Die Tendenz im Winter sei schon messbar. «Wenn es im Sommer wärmer wird und die Pflanzen mehr Wasser brauchen, wird es kritisch bei der Versorgung.» Dann sei Speicherung nötig, wie es auch in südlichen Ländern üblich sei, «dass man im Winter Niederschlag sammelt, damit man im Sommer etwas hat», sagte Müller-Westermeier. «Insgesamt haben wir mit dem Wasser wahrscheinlich eher Probleme als bei der Temperatur.»


Quelle: dpa


Ihr Partner für den CO2-Fußabdruck:

Ihr Partner für den CO2 Fußabdruck: klimAktiv


10.02.2012

Tschechien hadert mit Ökostrom-Welle aus Deutschland

Kanadisches Unternehmen sucht in deutschen Meeresschutzgebieten nach Öl

Zukunftsthema 'Urbanisierung' forcieren: Messe 'Urbantec' im Jahresturnus

»Grünes« Energie-Management für Europas Häfen

Nachhaltigkeit entlang der Wertschöpfungskette in Autoindustrie steigern

Deutschland hilft beim Klimaschutz in Westafrika

Sind Kaltwasserkorallen Anpassungskünstler an den Klimawandel?

09.02.2012

'Ausgezeichnete' Klimaanpassung

«AKW-Dinosaurier» Fessenheim bleibt in Betrieb

Großinvestoren zwingen Unternehmen zur Offenlegung von Klimarisiken

Welches Marktdesign braucht die Energiewende?

Energiebranche fürchtet herben Rückschlag bei Energiewende

Gletscher und Eiskappen schmelzen weniger stark als vermutet

Kurth: Versorgungssicherheit mit Strom garantiert - schneller Netzausbau dringend

Umwelthilfe: versprochene Bürgerbeteiligung des Innenministeriums unzureichend

08.02.2012

Strategie soll den Wald für die Zukunft fit machen

Paket zur Gebäudesanierung droht zusammenzuschmelzen - Keine Einigung

Ozeanerwärmung lässt Seeelefanten bei der Jagd tiefer tauchen

Klimastudien sagen kältere Winter in Europa voraus

Durchbruch beim Abfallgesetz - Entsorgungswirtschaft will klagen

Frankreich braucht «Stromhilfe» aus Deutschland

DIW-Studie: CCS-Technologie ist für die Energiewende gestorben

07.02.2012

Deutschland bleibt auch bei dieser Kälte Stromexporteur - dank Ökostrom

Bosch verschiebt Baustart für Solarfabrik in Malaysia

Verbandsrecherche: 87 Prozent der Energieversorger bieten Energieberatung

Löscher: Siemens wird Gewinner der Energiewende sein

EEX führt CO2-Produkte für Luftfahrtindustrie ein

Klimafolgen besser abschätzen: Forscher vergleichen Simulationen aus aller Welt

Baden-Württemberg bringt Klimaschutzgesetz auf den Weg

06.02.2012

Fällt Klimakatastrophe aus? - Vahrenholt stellt Buch vor

Nordseesturmfluten im Klimawandel

China boykottiert Klimaabgabe für seine Airlines - EU bleibt hart

EEX Handelsergebnisse für Emissionsberechtigungen im Januar

Ökoenergie-Ausbau ersetzt Brennstoffimporte in Milliardenhöhe

Stromnetze trotzen Kälte - Leitungen stabil

05.02.2012

Greenpeace-Chef zum Klimawandel: Die Zeit läuft uns davon