Wasserentzug - und damit eine geringe Harnmenge - ist eines der Hauptrisiken für Nierensteine, und dieser verschlimmere sich durch die globale Erwärmung. Es gebe zudem schon heute in den USA eine geografische Verteilung der Nierensteinkranken, die mit der regionalen Temperatur übereinstimme, sagte Studienleiterin Margaret Pearle von der Universität Texas Southwestern in Dallas.
In den «Proccedings» der US-amerikanischen Wissenschaftsakademie («PNAS», Bd. 105, S. 9841) schreiben die Forscher von einem «Nierensteingürtel» im relativ warmen Südosten der USA: Eine besonders hohe Nierensteinrate gebe es in Alabama, Arkansas, Florida, Georgia, Louisiana, Mississippi, North Carolina, South Carolina and Tennessee. Dieser «Gürtel» werde sich langsam nach Richtung Norden ausbreiten.
Und es gibt noch einen weiteren Hinweis für ihre Theorie: «Wenn Menschen von Regionen mit moderater Temperatur in Regionen mit höherer Temperatur ziehen, ist ein rascher Anstieg des Nierenstein- Risikos zu beobachten», erläuterte Pearle. Das habe sich beispielsweise beim Einsatz des Militärs im Nahen Osten gezeigt.
In einigen Regionen der USA könnte die Nierensteinrate bis zum Jahr 2050 um 30 Prozent steigen. Das entspreche 1,6 bis 2,2 Millionen mehr Nierenstein-Kranken.
(Fachartikelnummer: DOI 10.1073/pnas.0709652105)
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