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Greenpeace-Weltenergieplan: Klimaschutz als Konjunkturmotor

GreenpeaceEine umfassende Energiereform könnte bis 2030 die unglaubliche Summe von über 18 Billionen Dollar Brennstoffkosten sparen. Damit könnte der Klimaschutz in der jetzigen Krise als Konjunkturmotor dienen.

Zu diesem Ergebnis kommt ein in Berlin vorgestelltes Weltenergieszenario von Greenpeace und dem Europäischen Dachverband der Erneuerbare Energien Industrie (EREC).


 

Wind und Sonne als Energielieferanten Bild: Pixelio/pgmDemnach würde sich die für den weltweiten Klimaschutz notwendige Umstellung auf Erneuerbare Energien lohnen. Allein im Strombereich würden bis 2030 über 18 Billionen Dollar Brennstoffkosten für Kohle, Gas und Öl eingespart werden. Die Erneuerbaren Energien würden bis dahin ihren jährlichen Umsatz von derzeit 70 Milliarden Euro auf 360 Milliarden Euro verfünffachen und dann die Hälfte des weltweit benötigten Strombedarfs decken.

"Der Klimaschutz ist eine Chance für die Weltwirtschaft," sagt Sven Teske, Energieexperte von Greenpeace International. "In den letzten Wochen sind gigantische Geldmengen durch die globale Finanzkrise regelrecht verdampft. Die Klimakrise trat dabei in den Hintergrund. Notwendig wären jedoch Investitionen von 9 Billionen Dollar in Erneuerbare Energien.

Vor allem in Deutschland könnte diese Energierevolution die Wirtschaft in Schwung bringen." Die notwendigen Investitionen in Erneuerbare Energien und effiziente Kraft-Wärme-Kopplung stellen zudem keine Mehrausgaben dar. Allein die Einsparungen der Brennstoffkosten der weltweiten Kohlekraftwerke bis 2030 würden die Ausgaben decken. Die Erneuerbaren Energiequellen würden dann weit über das Jahr 2030 hinaus Strom ohne zusätzliche Brennstoffkosten erzeugen. Kohle und Gas würden die Weltwirtschaft hingegen weiter belasten.

"Die Industrie der Erneuerbaren Energien kann bis 2050 weiter mit zweistelligen Zuwachsraten rechnen und dann der fossilen Industrie den Rang ablaufen", sagt Oliver Schäfer, Policy Direktor von EREC. "Zurzeit verdoppeln sich die Erneuerbaren Energien alle drei Jahre. Windkraftanlagen sind an guten Standorten bereits heute günstiger als konventionelle Kraftwerke. Die Industrie ist bereit, die Energierevolution zu realisieren. Es gibt keine technischen und ökonomischen Hürden, sondern nur politische."

Der Report "Energie [R]evolution: Ein nachhaltiger Weltenergieausblick" wurde von Greenpeace und EREC beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Auftrag gegeben. Der Masterplan zeigt, wie der steigende Energiebedarf der Welt gedeckt werden kann, ohne den lebenswichtigen Klimaschutz zu gefährden. So wird berechnet, wie der weltweite Kohlendioxidausstoß bis 2050 halbiert werden kann und dabei berücksichtigt, wie sich das weltweite Wirtschaftswachstum insbesondere auch in den Boomregionen China und Indien entwickelt.

"Mit Effizienzstandards kann der Anstieg des weltweiten Energiebedarfs gebremst werden. Die Energie, die so gespart wird, kann den wachsenden Energiehunger von Entwicklungsländern in etwa kompensieren. Wenn gleichzeitig die Erneuerbaren Energien vervierfacht werden, können wir den jährlichen Kohlendioxidausstoß reduzieren - von heute circa vier Tonnen jährlich pro Kopf auf etwa eine Tonne bis 2050 - und das bei gleichem Wirtschaftswachstum", so Teske.

Eine Zusammenfassung der Studie "Globale Energie[R]evolution" erhalten Sie auf den Seiten von Greenpeace. Klicken Sie hier


Quelle: Greenpeace e.V.



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