Roland Schäfer, Bürgermeister der Stadt Bergkamen und Erster Vizepräsident des DStGB, sagte: "Die Kommunen haben insbesondere durch den Ausbau der Kraft-Wärme-Koppelung sowie durch die Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen maßgeblich dazu beigetragen, dass Deutschland bis heute seine Klimaschutzziele gemäß dem Kyoto-Protokoll erfüllt." Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) richtet zum dritten Mal gemeinsam mit dem Bundesumweltministerium (BMU) die Fachkonferenz "Kommunen aktiv für den Klimaschutz" aus.
In seiner Eröffnungsrede sagte Becker: "Der Klimawandel stellt nach wie vor eine der größten und stetig wachsenden Bedrohungen für die Menschheit dar. Daher hat die Bundesregierung das Ziel bekräftigt, die Treibhausgasemissionen bis 2020 um 40 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren". Davon sei über die Hälfte bereits erreicht. "Wir werden unsere Vorreiterrolle im Klimaschutz weiterhin ausfüllen. Noch in diesem Jahr werden die aktuellen Maßnahmen des weltweit einzigartigen Klimapakets auf ihre Wirksamkeit überprüft. Wir werden zusätzliche Maßnahmen ergreifen, wenn dies zur Erreichung unserer Klimaziele erforderlich ist."
Durch gezielte Investitionen in die Isolierung von Außenwänden und Dächern, in neue Fenster sowie in moderne Heizungsanlagen der über 40 000 kommunalen Schulgebäude, 50 000 Kindertagesstätten sowie über 15 000 Verwaltungsgebäude lässt sich der Energieverbrauch um bis zu 30 Prozent senken. Ein verminderter Energieverbrauch entlastet nicht nur die kommunalen Haushalte, sondern senkt zudem die CO2-Belastung und unterstützt das örtliche Handwerk und Baugewerbe. Die durch das Konjunkturpaket II bereitgestellten Investitionsmittel werden daher nach Auffassung des DStGB äußerst zielgerichtet investiert.
"Die kommunalen Akteure erfüllen als bürgernächste Ebene das Leitmotiv 'Global denken, lokal handeln' am wirksamsten mit Leben", ergänzte Bürgermeister Schäfer. Beispielhaft verwies er auf die mittlerweile 2 600 kommunalen Grundsatzbeschlüsse zum Klimaschutz im Rahmen der Lokalen Agenda. Die konkret in der Konferenz aufgezeigten Beispiele reichten von der klimagerechten Stadtentwicklung über die Energieeinsparmöglichkeiten bis hin zu kommunalen Energiekonzepten der Zukunft.
Schäfer verwies schließlich auf die Vorreiterrolle der kleinen und mittleren Städte und Gemeinden: "So ist es zum Beispiel den Gemeinden Jühnde in Niedersachsen sowie Freiamt in Baden-Württemberg bereits früh gelungen, ihren Energiebedarf zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen zu decken", erklärte Schäfer. Inzwischen zählt das BMU deutschlandweit immerhin 34 Regionen, die als "100-Prozent-erneuerbare Energien-Regionen" ausgewiesen sind. Diese machen bereits ein Zehntel des Bundesgebietes aus.
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