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Enel an Einstieg bei Desertec interessiert (02.03.2010)

Der italienische Versorger Enel will laut einem Zeitungsbericht beim Wüstenstrom-Projekt Desertec einsteigen. Die italienische Zeitung "La Republicca" zitierte am Montag Roberto Deambrogio, Leiter der Enel Green Power SpA, dass die für erneuerbare Energien zuständige Tochter der Enel SpA an dem Projekt interessiert sei. Über die mögliche Höhe der Beteiligung machte die Zeitung keine Angaben.

EnelDesertec ist eine Initiative von mehreren Unternehmen zur Erzeugung von Strom mittels solarthermischer Kraftwerke im Nahen Osten und Nordafrika. Dadurch sollen langfristig 15% des europäischen Strombedarfs gedeckt werden.

Zu den beteiligten Unternehmen gehören die schweizerische ABB, die spanische Abengoa Solar, die algerische Cevital, die Deutsche Bank AG, die E.ON AG, die HSH Nordbank, die MAN Solar Millennium, die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG, Mplus W Zander, die RWE AG, die Schott Solar AG und die Siemens AG.

Im Mai 2006 hatte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) eine Studie namens "Trans-Mediterranean Interconnection for Concentrating Solar Power" veröffentlicht. Darin wurden die Kosten für das Projekt auf rund 400 Mrd EUR beziffert. In der Summe sind sowohl die Kosten für die Solarkraftwerke in Nordafrika als auch die Ausgaben für den Ausbau der Stromnetze, die den Strom nach Europa transportieren sollen, enthalten.


Quelle: djnewsletters.de / Dow Jones TradeNews Energy



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