«Geschieht dies nicht, sind die (Regierungs-)Ziele (der Klausur) von Meseberg hinsichtlich CO2(Kohlendioxid)-Minderung und Aufwuchs der Biomasse als Energieträger unerreichbar», erklärte der Biogasrat. «Das in der Gasnetzzugangsverordnung definierte Ziel, bis zum Jahr 2020 sechs Milliarden Kubikmeter Biomethan ins Erdgasnetz einzuspeisen, wäre nicht annähernd zu realisieren. Zudem würde der gut gestartete Biogasmarkt kollabieren, Neuinvestitionen würden zurückgestellt oder unterbleiben, der Zusammenbruch von Unternehmen wäre wahrscheinlich.»
Zwar habe Schwarz-Gelb positive Erklärungen zur Förderung der Branche in der Koalitionsvereinbarung abgegeben, sagte Geschäftsführer Reinhard Schultz der Deutschen Presse-Agentur dpa. «Bis jetzt gibt es aber keine erkennbare Weichenstellung. Wir brauchen noch vor dem Sommer ein Signal und zwar hinreichend lange vor der Vereinbarung des großen nationalen Energiekonzeptes im Herbst.»
Dabei hat sich die Branche ehrgeizige Ziele gesteckt: Sie habe sich verpflichtet, über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg die Biogaserzeugung pro Hektar von 2000 bis 2020 zu verdoppeln «oder bei gleichem Produktionsziel die Inanspruchnahme der Flächen zu halbieren». Darüber hinaus spricht sich der Biogasrat für eine enge Kooperation von Landwirtschaft und Biogasbranche aus und fordert Verbesserungen von Genehmigungsrecht und -praxis.

