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UN: weltweit drastisch mehr Nahrungsmittelproduktion wegen Biosprit notwendig (11.07.2012)

Rom - Die weltweite Nahrungsmittelproduktion muss in den nächsten Jahrzehnten drastisch gesteigert werden, um mit wachsender Nachfrage nicht zuletzt auch nach Bio-Treibstoff mithalten zu können. Ausgelaugte Böden und der Klimawandel werden dieses Vorhaben aber erschweren.

Deshalb sind die Landwirte jedoch auch aufgerufen, nachhaltiger und ökologischer zu arbeiten. Das geht aus dem Landwirtschaftlichen Ausblick 2012 hervor, den die UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) und die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Mittwoch in Rom vorstellten.

Bild: Pixelio/Sebastian BremerDer Bericht streicht heraus, dass sich vor allem die globale Produktion von Bio-Ethanol und Bio-Diesel bis zum Jahr 2021 nahezu verdoppeln wird. «Die weltweite Landwirtschaft ist zunehmend an die Energiemärkte gebunden», höhere Rohölpreise schlügen somit auch auf die Nahrungsmittelpreise durch. Immer mehr Zuckerrohr, Pflanzenöl und Grobkorn gehe im Laufe dieses Jahrzehnts in die Treibstoffproduktion.

Um 60 Prozent müsse die landwirtschaftliche Produktion in den kommenden 40 Jahren zunehmen, also um eine Milliarde Tonnen Getreide und 200 Millionen Tonnen Fleisch. Der Bericht von OECD und FAO hält fest, dass die weltweite Landwirtschaft damit unter Druck gerät, weil zusätzliches Land für Ackerbau und Viehzucht begrenzt ist. In diesem Jahrzehnt werde das Produktionswachstum mit etwa 1,7 Prozent jährlich unter dem der vergangenen Jahrzehnte liegen. Höhere Produktion werde aber entscheidend sein, um die Nahrungsmittelpreise zu begrenzen. Die Preise hätten zwar nachgegeben, blieben aber immer noch relativ hoch.

Etwa ein Viertel der landwirtschaftlichen Fläche weltweit ist herabgewirtschaftet oder ausgelaugt, hält der Bericht fest. Es sei aber immer wichtiger, Land, Wasser, Meeres-Ökosysteme, Fischbestände sowie Wälder weitaus nachhaltiger zu nutzen. In vielen Ländern fehle den Bauern schon das Wasser für ihre Felder. Gleichzeitig drohten der Klimawandel und extreme Wetterlagen zunehmend Probleme zu schaffen.


Quelle: dpa / zü

© Bild: Pixelio/Sebastian Bremer



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