CCS steht für Carbon Capture Storage. Das sind Anlagen, in denen Kohlendioxid eingefangen und unterirdisch gespeichert wird, so dass es nicht in die Atmosphäre gelangen kann. Das Verfahren ist umstritten. Nach Shell-Angaben ist es das erste CCS-Projekt in der Ölsand-Förderung.
Voser verteidigte zugleich die klimaschädliche Ölgewinnung aus Ölsand in dem Projekt in Kanada, das Shell gemeinsam mit dem US-Konzern Chevron und Marathon Oil betreibt. «Wir werden alle Energiequellen benötigen, um die Nachfrage in den nächsten Jahrzehnten zu befriedigen», sagte Voser. Trotz steigenden Anteils an erneuerbaren Energien würden auch im Jahr 2050 noch 65 Prozent der Energie aus fossilen Trägern kommen.
In der neuen Anlage sollen vom Jahr 2015 an jährlich eine Million Tonnen Kohlendioxid verpresst werden. Der direkte Ausstoß der Ölsand-Produktion werde damit um bis zu 35 Prozent reduziert, teilte Shell mit. Dies sei vergleichbar mit 175 000 Autos in Nordamerika, die jährlich aus dem Verkehr gezogen würden.
Shell teilte nicht mit, wie viel der Konzern in das CCS-Projekt investieren will. Die Regierungen von Kanada und der Provinz Alberta steuern zusammen rund 865 Millionen US-Dollar (703 Mio Euro) bei.

