Die erste Pilotturbine für die neue Gezeitenströmungsanlage wurde bei Voith in Heidenheim/Deutschland entwickelt und gebaut. Gemeinsam mit dem koreanischen Partner Renetec wird der vormontierte Prototyp mit 110 kW nun zu Testzwecken in Korea installiert und dient der weiteren Erprobung der Technologie. Die Testphase läuft bis Ende 2010. Anschließend beginnen die Ausbauarbeiten am Gezeitenströmungskraftwerk. Die Nennleistung des Kraftwerks wird 150 MW betragen, womit der jährliche Strombedarf von rund 100.000 Haushalten gedeckt werden kann.
"Das Projekt ist ein Musterbeispiel für die sehr gute Deutsch-Koreanische Zusammenarbeit und ein entscheidender Meilenstein zur kommerziellen Nutzbarmachung von Meeresenergie", so Dr. Hubert Lienhard, Vorstandsvorsitzender der Voith AG. "Wir sind überzeugt davon, dass Meeresenergien mittelfristig so bedeutend sein werden, wie Windenergie heute. Das ist ein Zukunftsmarkt, den Voith mit innovativen Technologien weiter vorantreiben wird."
Das Energiepotenzial aus dem Meer ist enorm: weltweit wird es auf mindestens 1.100 GW geschätzt, das entspricht der Leistung von rund 1.000 Kernkraftwerken. Der internationale Weltenergierat ist überzeugt, dass etwa 15 Prozent des globalen Energiebedarfs durch Nutzung der Meeresenergiequellen (Wellen, Gezeiten, Meeresströmungen) gedeckt werden kann.

