Co2-Handel.de - Das Portal zum Emissionshandel und Klimaschutz
Seite empfehlen

EuPD Research: Deutscher Photovoltaikmarkt legt zu (09.02.2010)

Der deutsche Photovoltaikmarkt hat sich in den vergangenen Monaten deutlich stärker entwickelt, als von vielen Marktteilnehmern erwartet. Ein wichtiger Gradmesser für die Entwicklung des heimischen Absatzmarktes sind dabei die jährlichen Zubauzahlen.

Während Anfang des Jahres bereits geschätzte Zubauten von mehr als vier Gigawatt in der Branche diskutiert wurden, spricht die mit der Datenerfassung beauftragte Bundesnetzagentur bislang von 2,3 Gigawatt. Dabei beruft sich die Agentur auf die bis Ende November gemeldeten Solarstromanlagen.

Bild: Pixelio/brutelDie jährlichen Zubauzahlen im Bereich der Solarstromanlagen sind für die PV-Branche der Gradmesser für die Stärke des heimischen Absatzmarktes und Referenz für die Zugkraft der politischen Förderinstrumente aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz. Entsprechend aufmerksam verfolgt die Branche die Meldungen der Agentur. Zum Anfang des Jahres wurden aus unterschiedlichen Kreisen bereits geschätzte Marktzahlen veröffentlicht. Dabei reichen die vorläufigen Angaben von knapp unter drei Gigawatt (GW) bis über vier GW. Diese vermeintlich hohen Zubauten lösten kurz nach ihrer Veröffentlichung eine neuerliche Diskussion um die Solarförderung aus und führten zur aktuellen Diskussion um die weitere Absenkung der Einspeisetarife. Aktuell entscheiden die politischen Gremien in Berlin über die Vorschläge aus dem Bundesumweltministerium und deren Umsetzung.

EuPd ResearchAngaben zur Größe des heimischen Marktes folgen auch politischen Zielen
Sicher ist, dass sich der heimische Absatzmarkt im vergangenen Jahr deutlich stärker entwickelt hat als bislang angenommen und 2009 mehr Solarleistung in Deutschland installiert wurden als viele Marktbeobachter zuvor vermutet hatten. Gründe dafür sehen die Experten von EuPD Research, dem führenden Marktforscher im Bereich der Erneuerbaren Energien, zum einen in den guten Rahmenbedingungen für den Einsatz von Solarstromanlagen in Deutschland, zum anderen im Zusammenbruch wichtiger ausländischer Absatzmärkte. Dabei folgen die Spekulationen über die Zubauzahlen häufig auch einem politischen Ziel. Kritiker der Solarförderung führen vornehmlich sehr hohe Zubauten an, um damit die Sorge vor unkalkulierbaren Kosten zu schüren.

Bundesnetzagentur soll mit einem Anlagenregister für Transparenz sorgen
Genau hier soll die Datenerhebung der Bundesnetzagentur für Klarheit sorgen. Seit dem 1. Januar 2009 sind alle Betreiber von Photovoltaikanlagen verpflichtet, Standort und Leistung der PV-Anlagen bei der Agentur zu melden. Dies ist Voraussetzung für die anschließende Vergütung des eingespeisten Solarstroms durch den Netzbetreiber. Zwar sind in den aktuell gemeldeten Daten die Zubauten aus dem Dezember 2009 noch nicht erfasst, als verlässlicher Indikator für die Marktentwicklung können die Angaben der Bundesnetzagentur dennoch schon heute dienen. Die Daten für Dezember werden von der Agentur im März vorgelegt.

EuPD Research analysiert: Starke Zunahme im landwirtschaftlichen Segment
In Ergänzung zu den Daten der Bundesnetzagentur führt EuPD Research ein eigenes Anlagenregister und wertet darin seit 2001 mehr als 450.000 Anlagen systematisch aus. „Nach unseren Analysen zeigt sich, dass im letzten Jahr besonders der Markt für kleine Aufdachanlagen bis 10 kW – also das klassische Segment für Installationen auf Ein- und Zweifamilienhäuser – besonders konstant war. Gleichzeitig zeigt sich, wie von unseren Analysten prognostiziert, eine starke Zunahme bei mittleren Anlagengrößen, etwa im landwirtschaftlichen Segment und bei den Großanlagen“, erklärt Markus A.W. Hoehner, CEO von EuPD Research. Bezogen auf die Bundesländer zeigt sich bei den von EuPD Research analysierten Regionalclustern, dass 2009 besonders in Brandenburg und Schleswig Holstein viele neue, vor allem aber große Anlagen hinzugekommen sind.


Quelle: EuPD Research


Aktuelle Markdaten und Börsenkurse

Climate Change News by Climate Ark

29.07.2010

MCS-Zertifizierung könnte britischen Photovoltaikmarktes begrenzen

Forscher: Seit 1990 steigt die Temperatur in der Arktis rasant an

05.10.10: Ressourceneffizienz - Motor für ein Grünes Wachstum

Atomindustrie dringt auf «15 Jahre plus X»

DIW Berlin: Grundsätzlich viel Spielraum für Brennelementesteuer

Kohlendioxid-Recycling: Klimakiller oder Kassenknüller?

28.07.2010

Für Stromleitung aus der Wüste: Blaupause mit 800 kV steht in China

Karlsruher Stadtmobil-Kunden können Plug-in Hybrid Prototypen mieten

Unterwasserfahrzeug forscht unter dem Treibeis der Arktis

Offshore wind heads for record year

Baden-Württemberg: 80 Prozent mehr Schiffs-Gütertransport möglich

19.08.10 : Emissionshandel und Klimaschutz in den USA

Röttgen will Windenergie verstärkt fördern

21.10.10: Launch Event für CDP Deutschland Bericht

27.07.2010

Neuer Online-Rechner: Photovoltaik-Anlagen an Wohngebäuden

Bund kappt Ökosteuer-Rabatte für energieintensive Industrie

Brasilianische Ureinwohner besetzen Wasserkraftwerk

Elektroauto Chevrolet Volt kommt zum Premiumpreis

Die Nutzung der Windenergie auf dem Meer kennt nur Gewinner

Stadtwerke Flensburg verkauft Ökostrom über mobilcom-debitel

Bundesnetzagentur: Über drei Gigawatt mehr Solaranlagen im ersten Halbjahr

KfW-Klimaschutzbeauftragter koordiniert Erstellung von Weltklimabericht

Viele Fragen offen für Deutschlands grüne Zukunft

26.07.2010

transpower will bessere Prognose für Wasserkraft und Photovoltaik

Hacker-Attacke legt ECX-Website vorübergehend lahm

Musterkommunen-Wettbewerb: 72 Bewerber erhalten ihren CO2-Rechner

Kleine solarthermische Kraftwerke mit Mehrfachnutzen für heiße Länder

EUA-News KW 29/2010

Wuppertal-Institut: CCS als Brückentechnologie für deutsche Kohlekraftwerke unnötig

Ab 26. Juli: Dritte Bayerische Klimawoche startet mit über 700 Aktionen

Flughafen Stuttgart will CO2-Emissionen um 20 Prozent reduzieren

23.07.2010

Wüstenstrom-Konsortium verzichtet auf Namen Desertec

Verband: Bald über Elektroauto-Prämie entscheiden

Fachagentur veröffentlicht umfassende Marktübersicht zu Hackschnitzel-Heizungen

WWF: Verschiebung des US Klima- und Energiegesetzes herber Rückschlag

Klima- und umweltfreundlich reisen: WWF sieht noch wenige Veranstalter auf gutem Weg

US-Senat vertagt umfassendes Klima- und Energiegesetz