Berlin - Die Stromversorgung in Deutschland erfordert nach Darstellung des Umweltbundesamtes (UBA) keine längeren Betriebszeiten der Atomkraftwerke. «Wir glauben nicht, dass eine Laufzeitverlängerung erforderlich sein wird», sagte UBA-Chef Jochen Flasbarth am Mittwoch bei einer Pressekonferenz zur Klimaschutz- und Energiepolitik in Berlin.
Bis 2020 könnten 37 Prozent des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energiequellen produziert werden. Dann fehlten bis 2022 nur noch 3 Prozentpunkte. «Insofern sehen wird diese Lücke nicht.»
Flasbarth widersprach damit in der aktuellen schwarz-gelben Auseinandersetzung der Einschätzung der Koalition über die Notwendigkeit, die Atommeiler über 2022 hinaus laufen zu lassen. In dieser Diskussion war Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) unter Beschuss aus FDP und Teilen der Union geraten. Er hatte sich indirekt für eine möglichst kurze Laufzeitverlängerung ausgesprochen.
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