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Solarwirtschaft erwartet «Insolvenzwelle» (10.02.2010)

Berlin - Die Solarwirtschaft sieht auch nach den von der Koalition vereinbarten Änderungen bei der Kürzung der Solarstrom- Förderung schwarz für die Branche. «Sollten diese Kürzungspläne umgesetzt werden, droht eine Insolvenzwelle und der Verlust tausender Arbeitsplätze», sagte der Geschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft, Carsten Körnig, am Mittwoch. Das gegenüber der Gesetzesvorlage des Bundesumweltministers um zwei Monate verschobene Inkrafttreten der Förderabsenkung sei keine substanzielle Hilfe.

Die Koalition hatte am Vortag die Weichen für Änderungen am Modell von Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) gestellt und unter Vorbehalt weiterer Beratungen folgendes vereinbart: Für Solarstrom auf dem Dach werden die vom Stromverbraucher zu zahlenden Vergütungen vom 1. Juni an um zusätzlich 16 Prozent gekürzt. Nach bereits minus neun Prozent Anfang des Jahres sind es damit 2010 insgesamt minus 25 Prozent. Bei Eigenverbrauch des Dach-Stroms gibt es je Kilowattstunde einen Bonus von 10 Cent.

Ins Gespräch gebracht wurden 11 Prozent Kürzung der Förderung für Solaranlagen auf Deponien, Militärflächen und Industriebrachen sowie 15 Prozent auf sonstigen Freiflächenanlagen. Unklar blieb der Zeitpunkt 1. Juli oder auch 1. Juni. Völlig streitig - und damit ebenso weiterhin von Union und FDP zu verhandeln - sind weiterhin Solaranlagen auf Ackerflächen.


Quelle: dpa



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