RWE-Mitarbeiter hätten bereits im September 2009 bei Qualitätskontrollen Risse in den Schweißnähten entdeckt, die zu einem Stopp der Arbeiten an den Kesseln führten. Der verantwortliche Zulieferer werde einen Komplettaustausch vornehmen. "Alle anderen Bauarbeiten werden fortgesetzt", erklärte der Unternehmenssprecher.
Finanzielle Auswirkungen der Verzögerung lassen sich nach Angaben des RWE-Power-Sprechers, "wenn überhaupt" erst bei Fertigstellung der zwei Kohleblöcke (D&E) mit je 800 MW installierter Kapazität am Standort Hamm feststellen. Das Investitionsvolumen für die Anlage beläuft sich auf insgesamt 2 Mrd EUR. Den Grundstein für das neue Steinkohlekraftwerk hatte der Essener Energiekonzern im August 2008 gelegt. An dem Kraftwerk sind über 20 Stadtwerke aus Nordrhein-Westfalen, Hessen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz beteiligt, die sich in der Arbeitsgemeinschaft GEKKO zusammengeschlossen haben und einen Anteil von 350 MW verfügen.

