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PwC-Studie: Europas Energieversorgungsbranche führt Konsolidierung an (01.03.2010)

Die globale Strom- und Gasversorgungsindustrie hat 2009 weniger Fusionen und Übernahmen (Mergers & Acquisitions, M&A) und einen massiven Rückgang des Transaktionsvolumens verzeichnet. Während die Zahl der Transaktionen gegenüber 2008 um zehn Prozent auf 596 sank, erreichte der Gesamtwert mit 97,6 Milliarden US-Dollar nur noch die Hälfte des Vorjahresniveaus, wie aus der Studie "Power Deals - 2009 Annual Review" der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) hervor geht.

Werden die Deals im Bereich der erneuerbaren Energien mitgezählt, gab es 2009 weltweit 1.146 Transaktionen (minus 24 Prozent) im Volumen von 131,1 Milliarden US-Dollar (minus 44 Prozent).

PwC"Angesichts der unsicheren Wirtschaftslage, der anhaltenden Kapitalknappheit und der Ungewissheit über kommende Klimaschutz- und Deregulierungsvorschriften haben die meisten Energieversorger von größeren Transaktionen abgesehen. In Europa hat allerdings die von der EU-Kommission verordnete operative Trennung von Stromerzeugung und -transport für Impulse auf dem M&A-Markt gesorgt", kommentiert Manfred Wiegand, der bei PwC für die weltweite Energieversorgungsbranche verantwortlich ist.

Vergleichsweise hoch blieb 2009 das Interesse an Zukäufen im Bereich der erneuerbaren Energien. Hier sank das Transaktionsvolumen um lediglich 14 Prozent auf 33,5 Milliarden US-Dollar, während bei den konventionellen Stromerzeugern ein Minus von 51 Prozent auf 88,9 Milliarden US-Dollar zu verzeichnen war. In der Gasindustrie sank das M&A-Volumen um 38 Prozent auf 8,6 Milliarden US-Dollar.

Power DealsFür das laufende Jahr erwarten die Branchenexperten noch keine durchgreifende Erholung des M&A-Marktes. "Da Fremdkapital für Akquisitionen auch 2010 nur begrenzt zur Verfügung steht, dürfte das Transaktionsvolumen niedrig bleiben. Andererseits eröffnet die Kapitalknappheit auch Chancen. So könnten einige Unternehmen dazu gezwungen sein, Beteiligungen an Wettbewerber oder Finanzinvestoren zu verkaufen, um laufenden Verpflichtungen nachzukommen", prognostiziert Wiegand.
Asien rückt auf

Wie schon im Jahr 2008 verzeichnete die europäische Energieversorgungsbranche das mit Abstand höchste M&A-Volumen. Unternehmen und Investoren gaben mit 58,6 Milliarden US-Dollar (ohne erneuerbare Energien) zwar 43 Prozent weniger für Beteiligungen auf dem Kontinent aus als 2008, dennoch stieg der Anteil am globalen Transaktionswert von 53 auf 60 Prozent.

Dieser Trend spiegelt sich auch im Ranking der größten M&A-Transaktionen wider. Auf den ersten fünf Plätzen liegen Deals mit einem europäischen Beteiligungsziel. Größte Transaktion war die Übernahme der 25prozentigen Acciona-Beteiligung am spanischen Versorger Endesa durch den italienischen Energiekonzern Enel für rund 14 Milliarden US-Dollar als Abschluss der bereits in 2007 eingeleiteten Übernahme. Der deutsche Energieversorger RWE schloss mit der Übernahme der niederländischen Essent für gut 9,9 Milliarden US-Dollar die zweitgrößte Transaktion ab.

Während das Transaktionsvolumen bei den nordamerikanischen Energieversorgern 2009 um 71 Prozent auf 12,3 Milliarden US-Dollar fiel, hat sich der Übernahmewert in Südamerika mit 8,6 Milliarden US-Dollar mehr als verdoppelt. Zurückzuführen ist dieser Anstieg maßgeblich auf Transaktionen in Brasilien. Auf M&A-Ziele in der Region Asien Pazifik entfielen 16 Milliarden US-Dollar (minus 26 Prozent). Damit war die Region erstmals der zweitgrößte M&A-Markt der globalen Energieversorgungsbranche.

Einen dramatischen Einbruch des Transaktionsvolumens verzeichnete die Russische Föderation. Zwar stieg die Zahl der M&A-Fälle im Vorfeld der für 2011 angekündigten Marktliberalisierung von 84 auf 131 Transaktionen, der Gesamtwert der Transaktionen mit russischem Zielunternehmen sank jedoch um 93 Prozent auf 1,7 Milliarden US-Dollar.

Die Studie "Power Deals - 2009 Annual Review" erhalten Sie aus pwc.de als Download (Bild anklicken)


Quelle: PwC PricewaterhouseCoopers



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