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Umweltbundesamt für Stromversorgung aus erneuerbaren Quellen (13.06.2010)

Dessau-Roßlau - Die Stromversorgung in Deutschland könnte nach Einschätzung des Umweltbundesamtes (UBA) in einigen Jahrzehnten komplett auf Basis erneuerbarer Energien sichergestellt werden.

Heute gebe es bereits eine Vielfalt an Technologien zur Erzeugung und Speicherung von Ökostrom, sagte UBA-Klimaexperte Harry Lehmann in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa in Dessau-Roßlau. «Das fängt an bei der "Primadonna", der Solarkraft, geht weiter über die lange erprobte heimische Wind- und Wasserkraft bis zur Biomasse und Erdwärme», sagte Lehmann. «Wir können uns hundertprozentig von regenerativen deutschen Energiepotenzialen versorgen.»

Derzeit kommen 16 Prozent des in Deutschland erzeugten Solarkraftwerk in Spanien Quelle: SchunkertStroms aus erneuerbaren Energien. 23 Prozent entfallen auf die Kernenergie, 24 Prozent auf Braun- und 18 Prozent auf Steinkohle. 13 Prozent des Stroms werden aus Erdgas gewonnen und 6 Prozent aus Heizöl und sonstigen Stoffen. Lehmann verwies darauf, dass Kohle oder Öl nicht endlos zur Verfügung stehen. «Die fossilen Rohstoffe sind endlich.» Die gestiegenen Kosten für Gas oder Öl seien Vorboten am Markt. Sie seien ein Signal dafür, dass diese Ressourcen an ihre Grenzen kommen. «Erneuerbare Energien im Stromsektor sind die Zukunft, soviel steht schon fest».

Um den Ausstoß des Klimakillers Kohlendioxid einzudämmen, forderte Lehmann mehr Anstrengungen bei der energetischen Sanierung von Häusern. «Wir müssen unbedingt die Sanierung von Gebäuden viel stärker umsetzen als bisher.» So könnten 2020 in Deutschland etwa 25 Prozent oder 35 Millionen Tonnen C02 weniger in die Atmosphäre gelangen, wenn Gebäude konsequent stärker gedämmt und veraltete Heizungen ausgetauscht würden.


Gespräch: Petra Buch, dpa



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