Als Spitzenreiter im Bundesländervergleich gilt allerdings Bayern mit den meisten installierten Sonnenenergie-Anlagen. Im Freistaat findet sich auch der bundesweit größte Solarpark, nämlich in Straßkirchen nahe Straubing.
Die Anlage ging zum Jahreswechsel 2009/10 ans Netz. Auf einer Fläche von fast 140 Hektar fangen die Module Sonnenstrahlen ein und wandeln sie in Strom um, die in Straßkirchen bei Straubing installierte Leistung liegt bei 54 Megawatt. Damit kann der Solarpark mehr als 15 000 Haushalte mit Sonnenstrom versorgen. Die Initiative für den Park kam von einem örtlichen Unternehmer und ehemaligen Landwirt, auf dessen Grund die Anlage steht. Errichtet wurde sie von der Projektgesellschaft Q-Cells International. Noch größer ist weltweit derzeit nur der Solarpark Olmedilla in Spanien mit 60 Megawatt installierter Leistung.
In Deutschland wiederum belegen zwei Anlagen in Brandenburg und Sachsen-Anhalt die Plätze zwei und drei. Allerdings ändert sich die Rangfolge laufend, wenn neue Projekte ans Netz gehen. Auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Turnow-Preilack entstand der Solarpark Lieberose. Auch hier entspricht die installierte Leistung von rund 53 Megawatt in etwa dem jährlichen Strombedarf von rund 15 000 Haushalten. Errichtet wurde der Solarpark vom Projektentwickler Juwi in Zusammenarbeit mit dem Dünnschichtmodul- Hersteller First Solar. Es folgt der Solarpark Köthen mit 45 Megawatt installierter Leistung.
Auch die Bundesnetzagentur hat in den vergangenen Monaten angesichts der Förderkürzung eine Beschleunigung des Booms festgestellt. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurden nach vorläufigen Einschätzungen der Behörde allein mehr als drei Gigawatt neue Leistung in Deutschland installiert, im Rekordjahr 2009 waren es insgesamt 3,8 Gigawatt. «Viele Anlagenbetreiber wollten sich noch die höheren Vergütungssätze sichern», erklärte Behörden-Chef Matthias Kurth Ende Juli. Seit Anfang 2009 müssen die Betreiber der Bundesnetzagentur Standort und Leistung von Anlagen melden, die neu in Betrieb gehen.

