Die kommunalen Unternehmen in Deutschland investieren in erheblichem Ausmaß in die Nutzung erneuerbarer Energien, in neue hocheffiziente Kraftwerke sowie in die Entwicklung von "Smart Grids" (Intelligente Netze).
Derzeit haben die kommunalen Energieversorgungsunternehmen eine Kraftwerkskapazität von 13.300 Megawatt (MW) installiert. Darüber hinaus befinden sich Kraftwerkskapazitäten von weiteren 3.500 MW und einem Investitionsvolumen von 6,5 Milliarden Euro im Bau oder im Genehmigungsverfahren. Außerdem sind für die Erhaltung und Erweiterung der Netzinfrastrukturen alleine auf der Ebene der Verteilernetze in Deutschland mittelfristig Investitionen in der Größenordnung von 15 bis 20 Milliarden Euro vorgesehen.
Vor allem mit dem Rückgriff auf die Ressourcen in den Regionen leisten die kommunalen Unternehmen zusätzlich zur Energieversorgungssicherheit und Energieunabhängigkeit einen maßgeblichen Beitrag zur Stärkung der regionalen Wirtschaft und Sicherung der Daseinsvorsorge in den Kommunen.
"Die Europäische Union muss angesichts der umfangreichen Investitionen in den notwendigen Umbau des Energiesystems der EU langfristig belastbare ordnungspolitische Rahmenbedingungen für eine dezentralere Energieversorgung schaffen. In diesem Zusammenhang dürfen bereits beschrittene und nachhaltige Wege der Energieerzeugung, wie insbesondere hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), nicht schlechter gestellt werden" betonte Reck bei dem Treffen mit Oettinger.
"In einem zukünftig stärker dezentral ausgerichteten Energiewirtschaftssystem ist eine Vielzahl von im Wettbewerb stehenden Marktakteuren die Schlüsselbedingung für die wettbewerbliche Weiterentwicklung des europäischen Energiemarktes. Die deutschen Stadtwerke sind hier nicht zuletzt durch die langjährige und enge Vernetzung mit den lokalen Unternehmen in anderen EU-Mitgliedstaaten über ihre europäischen Dachverbände auf die kommenden Herausforderungen gut vorbereitet."

