So sollen die Kosten des Klimaschutzes für die privaten Haushalte mit fast 2000 Euro pro Jahr durch höhere Mieten und Verkehrskosten viel zu hoch angesetzt sein. Dem Umweltministerium zufolge seien Extremfälle «offensichtlich bewusst ausgewählt worden», um «Klimaschutz und Umstrukturierung der Energieversorgung zu diskreditieren».
Zudem hätten die Gutachter trotz anderslautenden Auftrags nur die Kosten und nicht die Nutzen einer ambitionierten Klimapolitik betrachtet. Wegen fragwürdiger Annahmen zur Strompreisbildung schnitten Szenarien mit langen Laufzeiten der Kernkraftwerke besser ab.
Die Konzerne Eon, RWE, EnBW und Vattenfall müssen dem Bericht zufolge mit einer neuen Kernbrennstoffsteuer von 220 Euro je Gramm Uran oder Plutonium rechnen. Damit sollen pro Jahr 2,3 Milliarden Euro in die Staatskasse fließen. Allerdings solle die Erhebung der Steuer befristet werden. Die Koalitionsspitzen wollen nach dpa- Informationen am Sonntag den Streit um längere Laufzeiten der Kernkraftwerke beilegen. Im Gespräch ist ein Zeitraum von 10 bis 15 Jahren. Dabei soll auch geklärt werden, wie viel die Stromkonzerne für längere Laufzeiten bezahlen müssen.
Quelle: dpaEine Zusammenschau der Kritikpunkte finden Sie unter:
Längere Laufzeiten bringen keine Vorteile für den Klimaschutz (hier)

