Verglichen mit heute üblichen Prozessen lässt sich der Energieaufwand mit der dort angewendeten Technologie unter Einsatz neuartiger chemischer Lösemittel für die CO2-Abscheidung um etwa 20 Prozent senken. Daneben zeichnen sich die neuen Lösemittel durch eine deutlich erhöhte Stabilität gegenüber Sauerstoff aus, so dass der Lösemittelverbrauch erheblich verringert wird.
Im August 2009 haben die drei Unternehmen die Pilotanlage in Betrieb genommen. Sie ist Bestandteil des Innovationszentrums Kohle der RWE Power. BASF erprobt den neu entwickelten Abtrennprozess, der auf verbesserten Lösemitteln basiert. Linde war für das Engineering und den Bau der Pilotanlage zuständig.
Die Partner arbeiten jetzt an Lösungen für Demonstrations- und Großkraftwerke. Die Inbetriebnahme erster Demonstrationskraftwerke ist für 2015 vorgesehen, die CO2-Abtrennung in Kohlekraftwerken soll bis 2020 kommerziell zum Einsatz gebracht werden. Auf Grundlage
dieser Technik könnten dann mehr als 90 Prozent des Kohlendioxids aus den Verbrennungsabgasen eines Kraftwerks entfernt und anschließend einer Speicherung im Untergrund zugeführt oder für eine stoffliche Umwandlung, beispielsweise in Düngemittel, verwendet werden.
Für das genannte Entwicklungsprojekt investiert RWE Power rund neun Millionen Euro. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie hat die Pilotanlage mit rund vier Millionen Euro
gefördert.

