«Durch die aktuellen Ereignisse erlangen sie (die Verfahren) noch größere Bedeutung», sagt Präsident Matthias Kurth der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX am Freitag. Schon seit einiger Zeit stünde die Beschleunigung der Verfahren auf der Agenda, sowohl auf europäischer als auch auf Bundesebene.
Die Bundesregierung will auf ihrem neuen Energiekurs nach den Reaktorunfällen in Japan die Öko-Energien noch stärker in den Fokus rücken, vor allem die Windenergie. Dafür ist aber ein zügiger Ausbau der Netzinfrastruktur nötig. Über 3000 neue Netzkilometer werden nach Berechnung der Deutschen Energie-Agentur dena gebraucht, gerade Hochspannungsleitungen stoßen in der Bevölkerung aber häufig auf Widerstand.
Der Bundesnetzagentur-Chef hofft dabei, dass Kampagnen die Akzeptanz des Netzausbaus fördern. «Die jetzige Diskussion könnte dabei helfen», sagte Kurth mit Blick auf die Debatte, die im Zuge der Atomkatastrophe in Japan hierzulande erneut begonnen habe.

