Damit solle die volle Transparenz des Prozesses gewährleistet werden, erläuterte Kraszewski nach einem Treffen des Deutsch-Polnischen Umweltrates, das er zusammen mit Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) leitete.
Der polnische Minister bezeichnete die Atomkraft als die einzige Möglichkeit, den Anteil der Kohle an Stromerzeugung von derzeit 92 Prozent in Polen zu verringern. Damit soll der hohe CO2-Ausstoß reduziert werden. «Wir sehen keine Alternative», meinte Kraszewski. Röttgen sagte, jedes Land müsse seine Entscheidungen treffen. Das belaste nicht die Freundschaft. Er verwies aber auf die Bedeutung der Sicherheit. «Sicherheit ist ein europäisches Gut und muss europäisch koordiniert werden», sagte der Bundesumweltminister.
Er begrüßte die geplanten Stresstests für Atomkraftwerke in Europa. Polen will 2016 mit dem Bau des ersten Atomkraftwerkes beginnen. Als möglicher Standort gilt Zarnowiec nordwestlich von Danzig. Der erste Atomstrom soll 2020 fließen. Bis 2030 sind insgesamt zwei Kernkraftwerke mit einer Gesamtleistung von 6000 Megawatt geplant.

