Co2-Handel.de - Das Portal zum Emissionshandel und Klimaschutz
Seite empfehlen

Brüderle fordert nationalen Kraftakt für Energiewende (30.12.2011)

Berlin - Angesichts der stockenden Energiewende hat FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle einen nationalen Kraftakt für den Bau neuer Stromleitungen und Kraftwerke gefordert. Die Ökostrom-Bewegung und die Opposition müssten nach dem beschlossenen Atomausstieg nun Seite an Seite mit der Regierung zusammenarbeiten.

«Jetzt kommt der Lackmustest für die Verlässlichkeit und Ehrlichkeit des Wunsches nach einer anderen Energiepolitik», sagte Brüderle in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

Rainer Brüderle Bild: EUInsbesondere die Grünen hätten in der Energiepolitik eine Bringschuld. «Ich erwarte gerade dort, wo die Grünen mitregieren, mehr Unterstützung, zum Beispiel beim Ausbau des Leitungsnetzes», sagte Brüderle. «Ohne eine moderne Energieinfrastruktur kann die Energiewende nicht gelingen. Man muss redlich sein - und kann nicht nur immer "Nein" sagen. Das führt uns in eine Dagegen-Republik ohne Zukunft.»

Die Lehre aus Stuttgart 21 sei doch, dass die Bürger sehr viel früher und umfassender beteiligt werden müssten. Daran sollte Baden-Württembergs grüner Ministerpräsident Winfried Kretschmann denken: «Ich gehe davon aus, dass Kretschmann die notwendigen Energieleitungen und mögliche Kraftwerksneubauten unterstützt», betonte Brüderle.

Zum Kompetenzgerangel zwischen Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) und Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) meinte Brüderle, es habe zwischen beiden Häusern in der Energiepolitik schon immer einen gewissen Spannungsbogen gegeben. «Die verschiedenen Aspekte unserer Entscheidungen miteinander intensiv zu diskutieren, gehört dazu, wenn man eine tragfähige Lösung finden möchte. Entscheidend ist jetzt, dass man vorankommt», sagte Röslers Vorgänger.

Die Umweltpolitiker der Opposition hätten immer auf einen schnellen Atomausstieg gedrängt. «Jetzt müssen sie nach A auch B sagen und mithelfen, dass wir schneller die Leitungen und Ersatzkraftwerke bauen können.» Deutschland will innerhalb von zehn Jahren alle Kernkraftwerke abschalten.

Für die Verbraucher könnte Strom teurer werden. «Der Ausstieg aus der Kernenergie und die Energiewende haben auch Auswirkungen auf die Preise. Das wollte nicht jeder hören. Aber billiger wird's nicht», sagte Brüderle.

Staatliche Anreize zum Stromsparen in privaten Haushalten wie Prämien für den Kauf moderner Kühlschränke oder Waschmaschinen lehnt die FDP ab. «Ich halte die ständigen Forderungen nach immer neuen Subventionen für absurd. Wir brauchen keine neue Behörde mit Kühlschrank-Kontrollabteilung, sondern eine Energiepolitik mit fairem Wettbewerb.»


Gespräch: Tim Braune, dpa

© Rainer Brüderle Bild: EU



GLS Bank


17.04.2014

Brazil Kicks Off Carbon Neutral Goal for FIFA World Cup

Österreichischer Umweltminister Rupprechter fordert Mobilitätswende für Europa

Kirchen betreiben in Deutschland bereits rund 2.000 Solaranlagen

Sachsen-Anhalt erlaubt Behörden Kauf von teuren Öko-Autos

Union setzt Ministerin Hendricks beim Klimaschutz unter Druck

CO2 - Marktbericht vom 17.04.2014

16.04.2014

Braunkohleverstromung: Milliardengewinne auf Kosten des Klimas

Intelligente Energie: 20 Elektroautos mit SchwarmStrom starten Flottenversuch in Berlin

Polen wegen Nichteinhaltung der EU-Rechtsvorschriften über fluorierte Treibhausgase verklagt

Das energieeffiziente Büro:Trends zum Stromsparen am Arbeitsplatz

Studie unterstreicht Nutzen von Pumpspeicherwerken für Energiewende

Schweizer Bundesrat will Kyoto-Verpflichtung weiterführen

CO2 - Marktbericht vom 16.04.2014

15.04.2014

UBA-Studie: ''Treibhausgasneutrales Deutschland im Jahr 2050''

Neue Broschüre der EnergieAgentur.NRW: ''Klimaneutrale Veranstaltungen''

Veränderungen in der Landnutzung bewirken Erwärmung der Erdoberfläche

Zweiter Monitoring-Bericht ''Energie der Zukunft''

Geschäftsführerin der EU-Klimapartnerschaft: Privater, öffentlicher und akademischer Sektor können dem Klimawandel gemeinsam die Stirn bieten

Gabriel beklagt mangelnde weltweite Zusammenarbeit beim Klimaschutz

CO2 - Marktbericht vom 15.04.2014

14.04.2014

Auch Chemiker sehen sich in der Pflicht auf den Klimawandel zu reagieren

Schottische Unabhängigkeit beeinträchtigt Energiesektor


Carbon Tracker warnt vor Bedrohung der Finanzmärkte durch CO2-Blase in Bilanzen

Germanwatch und Brot für die Welt zum neuen IPCC-Bericht

Wegziehen oder Aufschütten? Malediven kämpfen gegen den Untergang

Branche für Minderung des Stromverbrauchs von Kaffeemaschinen

CO2 - Marktbericht vom 14.04.2014

13.04.2014

Kostet nicht die Welt: Wissenschaft rechnet Klimaschutz vor

11.04.2014

Aktivisten fordern Subventionsstopp fossiler Energien

Milder Winter schont Geldbeutel der Verbraucher beim Heizen

Energieverbrauch von Heizungspumpen um bis zu 90 Prozent gesunken

Kyoto-Protokoll: Die Schweiz hat ihre Verpflichtungen 2008–2012 erfüllt

Solarstromanlagen werden fit gemacht für noch stabilere Netze

CO2 - Marktbericht vom 11.04.2014