Nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) ist der CO2-Ausstoß 2011 nicht gesunken, sondern im Gegenteil, bei den energiebedingten CO2-Emissionen in Deutschland in 2011 muss temperaturbereinigt mit einem Anstieg um 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gerechnet werden. Zudem, so der BDEW weiter, sei nicht auszuschließen, dass der deutliche Rückgang der deutschen Stromausfuhren in 2011 zu einer teilweisen Verlagerung der Stromproduktion und damit Emissionen im Ausland geführt hat. Gleichzeitig hat die Stromerzeugung um 2,3 Prozent abgenommen.
Für den Bereich der allgemeinen Strom- und Wärmeerzeugung ist festzuhalten, dass die Emissionen aus Kondensationskraftwerken, insbesondere aufgrund der höheren Auslastung der in Grundlast betriebenen Braunkohlekraftwerke, in Summe um zwei Millionen Tonnen CO2 gestiegen sind, während die Emissionen aus Heizkraftwerken und Fernheizwerken um rund fünf Millionen Tonnen CO2 gesunken sind.
Auch der Schluss, der Atomausstieg keine nennenswerten Spuren bei den Emissionsdaten hinterlassen habe, sei nicht zulässig, weil die Atomkraftwerke erst nach dem ersten Quartal 2011 vom Netz gegangen sind.
"Die spezifischen CO2-Emissionen der allgemeinen Stromversorgung sind nach ersten Berechnungen im Jahr 2011 gegenüber dem Vorjahr von 0,49 auf 0,50 kg CO2/kWh netto leicht angestiegen. Zu beachten ist hierbei aber, dass in den Monaten Januar bis März 2011 das Moratorium der Kernkraftwerke noch nicht gegriffen hat. Die Wintermonate zeichnen sich regelmäßig durch eine wesentliche höhere Verbrauchslast als die Sommermonate aus, so dass sich mögliche negative Effekte des Atomausstiegs erst im Jahr 2012 in vollem Umfang zeigen werden," so der BDEW.

