Das hohe Potenzial des flexiblen Energieträgers werde bislang bei weitem noch nicht ausgenutzt. Heute trägt Erdgas rund 20 Prozent zur deutschen Energieversorgung bei; bis zum Jahr 2040 werden es nach der ExxonMobil-Prognose 34 Prozent sein. Zusammen werden Öl und Gas dann immer noch fast 60 Prozent der Energieversorgung sichern. Erneuerbare Energien kommen danach auf 25 Prozent.
Öl bleibt führend im Verkehr
Öl bleibt zwar nach Erdgas der wichtigste Energieträger mit rund 25 Prozent Anteil am PEV im Jahre 2040, seine Dominanz wird aber auf den Verkehrssektor zurückgedrängt. Auch 2040 werden noch 72 Prozent aller Pkw mit Otto- oder Dieselmotoren fahren, weil die hohe Energiedichte von Benzin- und Dieselkraftstoff kaum zu ersetzen ist. Der Anteil aller alternativen Pkw-Antriebe zusammen (Flüssiggas, Erdgas, Hybrid-, Elektroautos) wird dann aber genauso groß sein, wie derjenige der benzingetriebenen Fahrzeuge: rund 28 Prozent. Sieger ist der Diesel-Pkw, der mit 19 Millionen Fahrzeugen von den insgesamt 43 Millionen Pkw satte 44 Prozent Anteil hat.
Neue Technik halbiert Heizölabsatz
Der Heizölabsatz wird sich auf neun Millionen Tonnen halbieren, weil energiesparende Brennertechnologie die energetische Gebäudesanierung immer stärker unterstützt. Wegen ihrer hohen Energieeffizienz von bis zu 90 Prozent werden sie die CO2-Bilanz kräftig entlasten.
Nur noch die Hälfte CO2 - aber Ziel verfehlt
Die energiebedingten CO2-Emissionen werden laut Prognose bis 2040 um fast 50 Prozent zurück gehen, verglichen mit 1990. Trotzdem wird der Zielkorridor der Bundesregierung jedenfalls bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht erreicht. Selbst bei dem steigenden Anteil von Erdgas, der von allen fossilen Energieträgern die geringsten CO2-Emissionen aufweist, verläuft die CO2-Reduzierung langsamer als geplant.

