Entscheidend sei, dass Produktion mit Innovation, Forschung und Entwicklung einhergehe. «Wir müssen den Technologievorsprung, den wir haben, halten und ausbauen. Das ist ganz wichtig», sagte er.
Das Fraunhofer-Center CSP sei dafür beispielhaft. Wissenschaftler beschäftigen sich unter anderem damit, wie Solaranlagen künftig mit geringerem Materialaufwand und damit günstiger als bisher hergestellt werden können. Das Forschungszentrum ist Teil des von der Bundesregierung geförderten Branchenverbundes «Spitzencluster Solarvalley Mitteldeutschland». Darin arbeiten den Angaben zufolge 35 weltweit agierende Solarfirmen mit zehn Forschungseinrichtungen, zehn Universitäten und Hochschulen sowie zwei Bildungsträgern aus Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen zusammen. Rund 20 000 Arbeitsplätze seien damit in den drei Ländern verbunden.
Die Photovoltaik habe eine Perspektive, es komme aber darauf an, auch neue Märkte zu erschließen, sagte Bergner. Es müsse versucht werden, eine unterstützende Flankierung der Branche zu erreichen, die außerhalb des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) liege und nicht in den Wettbewerb des Marktes eingreife.
Der Sprecher des Spitzenclusters, Hubert Aulich, forderte von der Politik Verlässlichkeit. Es gehe nicht um einen «Rettungsschirm» für die Solarbranche. «Wir wollen gleiche Spielbedingungen», sagte er. Die Zukunft der Photovoltaik sei weltweit unstrittig. «Die Frage ist nur: Wird Deutschland auch dabei sein, ja oder nein?»

