Darin macht das Wuppertal Institut deutlich, dass der Netzentwicklungsplan in seiner jetzigen Form ein erhebliches Risiko für die Umsetzung der Energiewende darstellt. Eine Risikobetrachtung der jetzigen Planung ist erforderlich.
Zusätzlich besteht noch erheblicher Überarbeitungsbedarf bei der Berücksichtigung eines zukunftsfähigen Marktregimes in der Netzausbauplanung. Zu klären bleibt auch, inwiefern Annahmen und Ergebnisse tatsächlich mit den nationalen energiepolitischen Zielen hinreichend übereinstimmen.
Kommt es zu Verzögerungen beim Um- und Ausbau der Hochspannungsleitungen, ist die geplante Umsetzung der Energiewende gefährdet. Die vorgeschlagene Netzstruktur ist hochgradig verzögerungsgefährdet, die Übertragungsnetzbetreiber gehen auf dieses Risiko im Netzentwicklungsplan aber nicht ein. Deshalb ist, via einer ökonomischen Optimierung unter Einschluss einer Risikobetrachtung, der jetzige Planungsstand dringend zu ergänzen.
Zudem sieht das Wuppertal Institut
- einen Überarbeitungsbedarf des verwendeten Marktmodells. Der Überarbeitungsbedarf besteht in zwei Richtungen, (a) in Richtung von weit mehr Realismus bei der Berücksichtigung der zukünftigen Marktbedingungen und (b) hinsichtlich der Flexibilitäts- und Ausgleichsmöglichkeiten, inklusive der am Nieder- und Mittelspannungsnetz angeschlossenen Anlagen;
- die Notwendigkeit, mit dem Transparenzgebot konsequenter umzugehen - ohne entscheidende Fortschritte hier ist keine öffentliche Akzeptanz zu erreichen;
- die Notwendigkeit, dass der Abgleich der Ergebnisse, welche die Übetragungsnetzbetreiber geliefert haben, mit den wirklichen gesetzlichen Vorgaben noch vorgenommen wird.
Die Stellungnahme des Wuppertal Instituts ist als PDF-Download abrufbar auf wupperinst.org

