Die Energiewende sorgt nach Kemferts Einschätzung aber nicht nur für Preissteigerungen. Entlastung bringe der Handel an der Strombörse. Allerdings gebe es noch nicht genug Wettbewerb.
Kemfert setzt auf weitere Anbieter wie Stadtwerke, ausländische Unternehmen, Mittelständler oder auch Energiegenossenschaften. «Aber da haben wir noch einen weiten Weg vor uns», betonte die Expertin.
Nach Berechnungen des Vergleichsportals Toptarif ist der Preis für die Kilowattstunde Strom im gesetzlichen Grundversorgungstarif seit Anfang 2009 um 13,5 Prozent gestiegen. Hauptgrund seien vor allem höhere Abgaben im Zusammenhang mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), sagte ein Toptarif-Sprecherin der Wirtschaftszeitung «Euro am Sonntag».
Ein Vier-Personen-Haushalt mit einem Strombedarf von 4000 Kilowattstunden pro Jahr zahle derzeit im bundesweiten Schnitt 1049,80 Euro und damit rund 125 Euro mehr als noch 2009. Toptarif rechnet damit, dass sich der starke Anstieg weiter fortsetzt oder sogar noch beschleunigt.

