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DIW-Expertin rechnet mit leichtem Preisanstieg bei Strom (16.07.2012)

Ulm/Berlin - Beim Strom dürfte es Anfang 2013 leichte Preissteigerungen geben, aber keine Preisexplosion. Das erwartet die Energieexpertin des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Claudia Kemfert. Die Preisentwicklung hänge von vielen Faktoren ab, und einige seien unsicher, insbesondere bei der Berechnung der Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien, sagte Kemfert der «Südwest Presse» (Montag) in Ulm.

Die Energiewende sorgt nach Kemferts Einschätzung aber nicht nur für Preissteigerungen. Entlastung bringe der Handel an der Strombörse. Allerdings gebe es noch nicht genug Wettbewerb.

Bild: Wikimedia / Quistnix CC3.0Kemfert setzt auf weitere Anbieter wie Stadtwerke, ausländische Unternehmen, Mittelständler oder auch Energiegenossenschaften. «Aber da haben wir noch einen weiten Weg vor uns», betonte die Expertin.

Nach Berechnungen des Vergleichsportals Toptarif ist der Preis für die Kilowattstunde Strom im gesetzlichen Grundversorgungstarif seit Anfang 2009 um 13,5 Prozent gestiegen. Hauptgrund seien vor allem höhere Abgaben im Zusammenhang mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), sagte ein Toptarif-Sprecherin der Wirtschaftszeitung «Euro am Sonntag».

Ein Vier-Personen-Haushalt mit einem Strombedarf von 4000 Kilowattstunden pro Jahr zahle derzeit im bundesweiten Schnitt 1049,80 Euro und damit rund 125 Euro mehr als noch 2009. Toptarif rechnet damit, dass sich der starke Anstieg weiter fortsetzt oder sogar noch beschleunigt.


Quelle: dpa

© Bild: Wikimedia / Quistnix CC3.0



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