In Kürze werde die Produktion für einen Großauftrag für Pakistan mit 210 000 Modulen starten. Derzeit würden in der Oderstadt noch Module für andere Auftraggeber gefertigt.
Nach dem Preiseinbruch im vergangenen Jahr bei Solarmodulen von mehr als 40 Prozent habe sich die Conergy-Gruppe, die 1300 Mitarbeiter beschäftigt, neu ausgerichtet. Die Fertigungstiefe sei nun geringer.
«Wir steuern zum Beispiel auch die Produktion in der Oderstadt Frankfurt flexibel nach der Entwicklung des Marktes und konzentrieren uns auf die profitable Modulfertigung, während die Zell- und Waferfertigung dort vorübergehend ruht», sagte die Konzernsprecherin Antje Stephan. Die erforderlichen Solarzellen könnten binnen 24 Stunden aus Asien eingeflogen werden.
Conergy realisiert 80 Prozent seines Geschäftes mit privaten Dachanlagen und Gewerbedächern. Das Unternehmen erwirtschaftete 2011 nach eigenen Angaben einen Umsatz von 754 Millionen Euro. Es hatte einen Verlust von 162 Millionen Euro, darunter 90 Millionen im Frankfurter Werk. Dort gab es zum Jahreswechsel vereinzelt Kurzarbeit.
Zwei weitere Solarhersteller in Frankfurt (Oder) konnten sich nicht am Markt behaupten. Mit dem Aus des Herstellers von Dünnschichtmodulen First Solar in Frankfurt (Oder) verlieren zum Jahresende alle 1200 Beschäftigten ihre Arbeit. Der insolvente Photovoltaikproduzent Odersun AG mit 260 Mitarbeitern ist schon seit einiger Zeit geschlossen.

