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Verband fordert neue Berechnungsgrundlage für EEG-Umlage (14.08.2012)

Aus Sicht des Bundesverbandes Windenergie BWE muss bei der Berechnung der EEG-Umlage nachgesteuert werden. Denn der Berechnungsmodus, der eigentlich zu mehr Transparenz auf der Stromrechnung führen sollte, sei nicht mehr zeitgemäß. Der niedrige Brösenstrompreis führe zu einer Erhöhung der EEG-Umlage statt zu einer Senkung.

Bei einem Strommixanteil von etwa 25 Prozent drücken die Erneuerbaren Energien den Börsenstrompreis erheblich nach unten. Diese Tatsache sollte auch den Stromkunden verdeutlicht werden, erklärte BWE-Präsident Hermann Albers. Mit der heutigen Umlageberechnung sei jedoch das Gegenteil der Fall: Ein niedriger Börsenstrompreis führt zu einer Erhöhung der EEG-Umlage.

Bild: Bundesverband Windenergie BWEAnlass war die Forderung des Vorsitzenden der NRW-FDP Christian Lindner nach einem Ausstiegsgesetz aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz, die Albers scharf zurück wies. Die Äußerung Lindners und ähnliche Andeutungen seines Parteivorsitzenden Rösler sagten mehr über den Zustand der FDP als über die tatsächliche Lage der Energiewende aus. „Es ist überraschend, zu welchem Zick-Zack-Kurs die FDP im Bereich der Energiepolitik im Stande ist. Dass der eigene Koalitionsvertrag ganz klar den Erhalt des EEG festlegt, scheint für das Spitzenpersonal der FDP unerheblich“, kritisierte Albers.

Das Thema Kosten sei auch für den BWE wichtig, doch die FDP betreibe Populismus. Klar sei, dass die Energiewende nicht zum Nulltarif zu haben ist. Aber gerade jetzt gelte es, bei der Kostendebatte mehr Sachlichkeit und Nachhaltigkeit walten zu lassen. „Wir müssen genau hinschauen, wen die Bundesregierung neuerdings von der EEG-Umlage befreit und uns fragen, ob das gerecht ist“, erklärte der BWE-Präsident.

Anstatt konzeptlos den Ausstieg aus dem EEG zu fordern, sollte die FDP lieber ihre Hausaufgaben machen und hier konkrete Lösungsvorschläge anbieten. „Wer außerdem von Energiemärkten spricht, sollte auch im Bereich des Emissionshandels seine Verantwortungen wahrnehmen. Hier wäre zumindest ein erster Schritt, die kostenlose Verteilung von Zertifikaten zu verringern, um Transparenz in die Kosten konventioneller Energie zu bringen“, forderte Albers.


© Bild: Bundesverband Windenergie BWE



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