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Frost & Sullivan: Frischer Wind treibt CleanTech Markt voran (31.08.2012)

Frankfurt am Main - Nach der Erholung im Jahr 2010, in dem neue Investitionen in erneuerbare Energien um 30 Prozent anstiegen, waren das Jahr 2011 und der Anfang von 2012 von Wellen schlechter Nachrichten geprägt: Bankrotte, Gewinnwarnungen, Personalkürzungen. Des weiteren zeigte der globale CleanTech-Index einen Abwärtstrend. Trotz einer kurzfristigen Nachfrageabschwächung und erschwerter Bedingungen bei Finanzierungsprojekten geht die Unternehmensberatung Frost & Sullivan jedoch davon aus, dass die langfristigen Aussichten für CleanTech durchaus positiv sind.

"Wir haben miterlebt, wie wichtige Solarzellenhersteller bankrott gegangen sind, Zollsenkungen beschleunigt wurden, sogar wie Einspeisevergütungen für schon in Betrieb genommene PV-Projekte rückwirkend gekürzt wurden," erläutert Frost & Sullivan Bereichsleiterin für Erneuerbare Energien, Frau Alina Bakhareva. „All dies beeinflusste das Vertrauen der Anleger, und das gegenwärtige Szenario sieht nicht vielversprechend aus."

Bild: Pixelio/klicker"Die Skeptiker könnten meinen, dass dies ein Moment des Triumphs sei, und sich ihre Voraussagen erfüllen, dass CleanTech wie eine Seifenblase zerplatzen wird", setzt Frau Bakhareva fort. "Aber wird das wirklich passieren? Erleben wir ein unrühmliches Ende oder nur einen temporären Konjunkturrückgang? Wir glauben, dass die CleanTech-Industrie die Lösung für einige sich abzeichnende globale Probleme in der Energie-, Nahrungsmittel- und Wasser-Industrie bereit hält. Ein neuer Aufwind von CleanTech-Innovationen hält die Antwort bereit, und dies wird eine positive Wirkung auf den gesamten Markt haben."

Welches sind die nächsten Wachstums- und Anlagemöglichkeiten? Laut Frost & Sullivan bieten die folgenden Bereiche die vielversprechendsten und interessantesten Entwicklungen:

Smart Water bietet interessante Möglichkeiten sowohl im Hardware- als auch Softwarebereich. Unternehmen, die dem Markt voraus sind, um neu aufkommende Segmente, wie zum Beispiel kombinierte Automatisierungs- und Regelsysteme zu bestimmen, werden gegenüber dem Wettbewerb einen Vorteil haben.
Im Bereich der Energiespeicherung scheint man soweit zu sein, sich von der Dominanz von Pumpspeicheranlagen abzuwenden. Batterien, geschmolzene Salze für CSP-Projekte und kreativ verteilte Speicheranwendungen auf Kundenseite des Messgerätes, werden in Bezug auf die Netzstärke getestet.
Energieeffizienz ist immer noch die günstigste Art, die CO2-Bilanz und -Netzbelastung zu reduzieren. Eine umfangreiche Sanierung von Betriebsgebäude kann durch energieeffiziente Fenster, wärmesparende Heizkörperdämmungen sowie Verbesserungen bei Beleuchtungs- und Klimaregelungssystemen bis zu 50 Prozent der Energiekosten einsparen.

Obwohl sie den ersten Platz an andere "saubere" Sektoren verloren hat, bietet die ‚grüne Energie’ noch viele interessante Möglichkeiten. "Sogar die Gründüngung könnte für VC/PE-Anleger aufgrund neuer Technologien und Lösungen, die aus den Labors und Versuchsgeländen kommen, interessant werden," erklärt Frau Bakhareva. "Es ist wichtig hervorzuheben, dass durch die Rücknahme von F&E-Finanzierungen und der Einspeisetarife von Regierungen nur jene Sektoren sicher sind, die strategisch langfristige Möglichkeiten bieten."

Anleger müssen zudem auch in Zukunft neue Länder als Teil ihrer Strategie betrachten. Eine große Anzahl von Ländern führt Ziele ein und erlässt Unterstützungsmechanismen für umweltfreundliche Energie und Energieeffizienz. China, Indien und Brasilien – gefolgt von weiteren Regionen in Asien, Lateinamerika und Afrika - werden alle an weiteren Projekten arbeiten.


Quelle:  Frost & Sullivan

© Bild: Pixelio/klicker



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