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E-Auto von EWE soll Speichermöglichkeiten erforschen (24.08.2010)

Der E3 von EWE ist eine Weltpremiere, denn er ist das erste Elektroauto, das im Auftrag eines Energiedienstleisters gebaut wurde. Für EWE ist der E3 aber mehr als ein Auto. Er soll vor allem die Möglichkeit eröffnen, die Einbindung von Elektroautos in das Stromnetz zu erforschen. Deshalb ist der Wagen ein wichtiger Bestandteil der Gesamtstrategie aus Energieeinsparung, Energieeffizienz und Ausbau erneuerbarer Energien.

Der E 3 von EWE und Jörg Hermsmeier Bild: EWEAnlässlich des 5. Niedersächsischen Brennstoffzellen-Forums am 14.09. in Hannover, interviewte Guido Weißmann von der Landesinitiative Brennstoffzelle & Elektromobilität, Jörg Hermsmeier, Leiter Forschung und Entwicklung bei EWE.

Der Anteil von Elektrofahrzeugen im Straßenverkehr wird in den kommenden Jahren deutlich zunehmen. In diesem Zusammenhang wird auch viel von intelligenten Stromnetzen gesprochen. An welchen Lösungen arbeitet EWE bereits?

Hermsmeier: Genau daran arbeitet EWE im Projekt eTelligence in Cuxhaven. Dort wird erforscht, wie das Zusammenspiel von Stromerzeugern und Strom-verbrauchern verbessert werden kann. So wird etwa Strom aus Windkraft dazu ver-wendet, die großen Kühlhäuser in Cuxhaven um etwa zwei Grad herunter zu kühlen. Anschließend können sie eine Zeit lang ohne Stromzufuhr auskommen und damit in verbrauchsstarken Zeiten vom Netz genommen werden. So können Lastspitzen verringert und erneuerbare Energien effizient ins Stromnetz eingebunden werden.

Ihr Elektroauto „E3“ soll als mobiler Energiespeicher ins Stromnetz eingebunden werden. Was muss man sich darunter genau vorstellen?

Hermsmeier: Mit Hilfe des E3 erforschen wir, wie sich Elektroautos in das Stromnetz einbinden lassen. Idealerweise könnten sie den in immer größeren Men-gen zur Verfügung stehenden Windstrom aufnehmen, Dazu müssen wir aber mit dem Auto und dessen Besitzer „kommunizieren“ können. – Am besten über sogenannte intelligente Netze, die uns sagen, wann Strom gebraucht wird und wann eben nicht.

Herr Dr. Hermsmeier, die ersten Testfahrten mit dem „E3“ laufen jetzt an. Wann wird das weltweit erste Elektroauto, das das Logo eines Stromkonzerns auf dem Kühlergrill trägt, in Serie gehen?

Hermsmeier: Für uns als Energieversorger stehen beim E3 die Forschungs-fragen im Vordergrund, also die Integration von Elektroautos in die Stromnetze. Autos bauen müssen andere.

Halten Sie das Ziel der deutschen Bundesregierung, im Jahr 2020 eine Million Elektroautos auf deutschen Straßen zu haben, für realistisch?

Hermsmeier: Das ist eine politische Vorgabe der Bundesregierung. Wir als Energieversorger können nicht beurteilen, ob das so kommen wird. Wir stellen uns aber auf die damit verbundenen Anforderungen ein.

Herr Dr. Hermsmeier, vielen Dank für das Gespräch!

Fragen rund um den EWE E3 beantworten die Experten der EWE AG gern persönlich am 14.09. in Hannover bei SOLVAY. Im Rahmen des hier statt findende Brennstoffzellen-Forum stellen hochkarätige niedersächsische, deutsche und internationale Referenten – darunter die Volkswagen AG, Solvicore, das Netzwerk Pôle Véhicule du Futur sowie das Fraunhofer ICT - neueste Produkte, Aktivitäten und Technologien in den Bereichen Brennstoffzelle und Batterie vor. Die begleitende Fachausstellung macht moderne Technologien „begreifbar“ und zeichnet ein realistisches Bild ge-genwärtiger Möglichkeiten.

Das gesamte Programm sowie das Anmeldeformular zum 5. Niedersächsischen Brennstoffzellen-Forum stehen unter www.brennstoffzelle-nds.de zum Download zur Verfügung. Der Anmeldeschluss ist der 27. August.


Quelle: brennstoffzelle-nds.de



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