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Audi startet Elektroautoflotte in München (09.09.2010)

Ingolstadt - Der Autobauer Audi will künftig Elektroautos in München testen. Bis Mitte kommenden Jahres sollen 20 elektrisch angetriebene Audi A1 als Testflotte auf die Straße kommen, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Projektpartner sind der Energiekonzern Eon sowie die Stadtwerke München und die TU München.

Das Bundesverkehrsministerium unterstützt die Modellregion mit rund zehn Millionen Euro. Die Bundesregierung hat das Ziel ausgegeben, dass bis 2020 mindestens eine Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen fahren sollen.

Audi A1 e-tron Bild: AudiGeplant sind im Großraum München rund 200 Ladestationen, die mit Strom aus erneuerbaren Energien gespeist werden sollen. Die TU München dokumentiert, wie die Elektroautos im Alltag genutzt werden. Zudem soll herausgefunden werden, welche Abrechnungsverfahren die Kunden am besten handhaben und nachvollziehen können.

Ähnliche Modellprojekte von Daimler und BMW laufen bereits. «Audi arbeitet mit Hochdruck an der Zukunft der Mobilität», sagte Audi-Chef Rupert Stadler laut Mitteilung. Im gesamten Volkswagen-Konzern sollen bis 2018 Elektroautos drei Prozent der Verkäufe ausmachen. Dies wären den derzeitigen Planungen zufolge rund 300 000 Stück im Jahr. Die deutschen Hersteller sind bislang eher zurückhaltend, was die schnelle Markteinführung von Elektroautos betrifft. Stadler lehnt es wie sein BMW-Kollege Norbert Reithofer ab, bestehende Fahrzeuge auf Elektroantrieb umzurüsten.

Der Audi A1 Etron verfügt den Angaben zufolge im Stadtverkehr über eine Reichweite von 50 Kilometern. Um die Reichweite zu verlängern, hat der Wagen einen kleinen Verbrennungsmotor an Bord. Kommt dieser sogenannte Reichweitenverlängerer (Range Extender) zum Einsatz, lässt sich der Wagen 200 Kilometer weiter fahren. Der Einscheiben- Wankelmotor soll knapp zwei Liter Kraftstoff auf 100 Kilometern verbrauchen.

Damit sich Elektroautos massenhaft durchsetzen, sind noch einige Hürden zu überwinden. Noch sind die Fahrzeuge wegen der Batterien deutlich teurer als Wagen mit herkömmlichem Antrieb.

Wenn die Elektroautos wirklich klimaneutral unterwegs sein sollen, muss ihr Strom aus erneuerbaren Energien stammen. Diese Energieformen liefern aber nur unregelmäßig Strom, wenn der Wind gerade weht oder die Sonne scheint. Deshalb wird von allen Seiten das Konzept der intelligenten Stromleitungen («smart grids») vorangetrieben. Über intelligente Schnittstellen könnten die Elektroautos immer dann geladen werden, wenn viel Strom vorhanden ist, so die Idee. Damit könnten Elektroautos zu Zwischenspeichern für erneuerbare Energien werden.


Quelle: dpa 



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