Co2-Handel.de - Das Portal zum Emissionshandel und Klimaschutz
Sie sind hier: Home » Klima & Wirtschaft » Mobilität
Seite empfehlen

Autoindustrie soll bei Klimazielen mehr Flexibilität bekommen (05.06.2012)

Sind die europäischen Autohersteller auch in 10 oder 20 Jahren noch wettbewerbsfähig? Die Frage stellt sich nicht nur die Industrie - auch die Politik. Denn es geht ums Überleben der wichtigsten Industriebranche. Und das bedeutet: Es geht auch um die Umwelt.

Brüssel  - Bei der Verringerung der Kohlendioxid-Emissionen von Autos bis 2020 und in den Jahren danach soll die europäische Autoindustrie mehr Flexibilität bekommen. Dies empfiehlt ein 84-seitiger Bericht der «Cars21»-Gruppe, in der Spitzenvertreter der Industrie, der Regierungen, der EU-Kommission und der Gewerkschaften vertreten sind. In dem Bericht, der der Nachrichtenagentur dpa vorliegt und der an diesem Mittwoch von EU-Kommissar Antonio Tajani vorgestellt wird, bekennen sich Autohersteller und Politiker zu der vorgesehenen deutlichen Verringerung des CO2-Schadstoffausstoßes bis 2020.

Auspuff Bild: pixelio / schauhiDiese Verringerung sei technisch «machbar» und die Kosten dafür niedriger als in früheren Schätzungen. Der CO2-Ausstoß von Personenwagen muss bis 2015 auf 130 Gramm pro Kilometer und bis 2020 auf 95 Gramm gesenkt werden. Die EU-Kommission will noch in diesem Jahr überprüfen, ob die Ziele unverändert bleiben.

In dem Bericht heißt es, bei der Überprüfung der Einhaltung der Zielwerte sollte «Flexibilität» möglich sein, «um eine kostengünstige Umsetzung der Ziele zu erreichen, ohne tatsächlich die (Klima-)Ziele aufzuweichen». Bei den Zielen für 2020 sollten nicht nur die Auspuffwerte, sondern auch andere Maßnahmen berücksichtigt werden. Bei diesen «Eco-Innovation» handelt es sich beispielsweise um energiesparende Leuchten, wärmesparende Glasdächer oder die Nutzung von Energie aus Abwärme. Zudem wird betont, die Reduzierung der Kohlendioxid-Emissionen könne nur mit «einem umfassenden und integrierten Herangehen» gelingen. Dazu gehöre die Nutzung neuer Energien ebenso wie die Art und Weise, in der Autos benutzt werden. Umweltbewusstes Autofahren sei ebenso wichtig wie eine Verbesserung der Straßen-Infrastruktur.

Zu den Mitgliedern der «Cars21»-Gruppe gehören unter anderem die Unternehmenschefs Dieter Zetsche (Daimler), Sergio Marchionne (Fiat) und Philippe Varin (Peugeot) ebenso wie sieben Mitglieder der EU-Kommission und der deutsche Wirtschaftsminister Philipp Rösler.

Europas Autoindustrie, an der etwa 12 Millionen Arbeitsplätze hängen, sei von strategische Bedeutung und ein Eckpfeiler der Industriepolitik in der EU, heißt es in dem Bericht. Eine starke Produktionsbasis innerhalb der EU müsse erhalten werden. Die Autobranche müsse weiterhin Technologieführer sein und zunehmend umweltfreundlichere Produkte entwickeln. Der intensive Wettbewerbsdruck führe dazu, dass die EU-Autoindustrie zunehmend auf ihrem Heimatmarkt herausgefordert werde und auf Drittmärkten Chancen suchen müsse. Die langfristigen Umweltziele könnten nur erreicht werden, wenn die Verbrennungsmotoren weiter verbessert werden und es einen Durchbruch bei elektrisch angetriebenen Autos gebe.

Der derzeitige Zustand der Autoindustrie in der EU könne allerdings aufrechterhalten werden. «Derzeitige Produktionskapazitäten müssen angepasst, neue Produktionsmethoden entwickelt werden». In dem Bericht heißt es auch, neue Fähigkeiten seien gefragt und «mögliche Veränderungen in den Beschäftigungsnotwendigkeiten» müssten bewältigt werden.


Quelle: dpa

© Auspuff Bild: pixelio / schauhi



GLS Bank


22.05.2013

Österreichs Grüne kritisieren Novellierung des Klimaschutzgesetzes

01.-02.06 2013: Umweltfestival in Berlin

EU-Parlament will verpflichtenden Anteil erneuerbarer Energien am Energiemix ab 2030

VCD und DUH werfen Autoherstellern vor bei Klimaanlagen zu tricksen

CO2 - Marktbericht vom 22.05.2013

21.05.2013

Kretschmann ermutigt Japan zur Energiewende

Deutsche Post startet Einsatz von CO2-freien Zustellfahrzeugen

Studie: CCS-Technologie könnte kosteneffektiv werden

BDEW: Europäischer Energiebinnenmarkt darf nicht durch nationale Alleingänge konterkariert werden

Kongo plant größtes Wasserkraftwerk der Welt - Baubeginn 2015

CO2 - Marktbericht vom 21.05.2013

Bericht: Autobranche bittet im Klimaschutz-Streit Kanzlerin um Hilfe

20.05.2013

Studie: Erderwärmung langsamer - langfristig kein neues Gesamtbild

17.05.2013

Bundesverband Solarwirtschaft zeigt mehr Einsatz für Solarstom-Speicher

Windenergiereport 2012: Branche wächst weiter

Meeresspiegel: Ein Drittel des Anstiegs kommt aktuell von Gletschern

Vulkane sorgen für Klimagas-Schwankungen

Gipfelthemen zur EU-Energiepolitik

Bundestag kippt Verbot von Nachtspeicheröfen

CO2 - Marktbericht vom 17.05.2013

Geologe: An unterirdischer CO2-Speicherung führt kein Weg vorbei

16.05.2013

Überschuss an Verschmutzungsrechten im CO2-Handel 2012 verdoppelt

EU-Kommission zieht gemischte Bilanz für Emissionen im Jahr 2012

Fraunhofer IPA entwickelt Optimierungsverfahren für energieeffiziente Industrieroboter

Emissionshandel: Kommission kann Verhandlungen mit Australien beginnen

Naturkatastrophen immer teurer - Billionen-Schäden

China warnt EU im Solar-Streit vor Schaden für Handelsbeziehungen

CO2 - Marktbericht vom 16.05.2013

Netzausbau kein Engpass für die Energiewende

Ein Jahr Altmaier: Heiter bis wolkig

15.05.2013

25.06. - 27.06.2013 Konferenz Climate Change and Nature Conservation in Europe – an ecological, policy and economic perspective

Greenpeace-Protest gegen Altmaiers Vorschläge zu KFZ-Grenzwerten

Studie: Durch optimale Standortwahl könnten 45 Mrd. Euro bei der Investition in erneuerbare Energien eingespart werden

Indonesien schützt Regenwälder weiter vor dem Abholzen

RWE verdient operativ weniger - Harter Winter mindert Rückgang

CO2 - Marktbericht vom 15.05.2013