Co2-Handel.de - Das Portal zum Emissionshandel und Klimaschutz
Sie sind hier: Home » Klima & Wirtschaft » Mobilität
Seite empfehlen

Klimabewusst Auto fahren mit Allianz und WWF (05.09.2007)

Autofahrer können künftig über ihre Kfz-Versicherung zum Klimaschutz beitragen. In Kooperation mit dem World Wide Fund for Nature (WWF) bietet die Allianz verwaltungskostenfrei ein CO2-Minderungszertifikat und eine Klimaneutral-Plakette für CO2-effiziente Fahrzeuge an.

Logo WWFAllianz VersicherungDie Allianz bietet in Kombination mit der Kfz-Versicherung den Kauf von CO2-Minderungzertifikaten nach „Gold-Standard“ an.
„Entscheidend waren hierbei die Auswahl vertrauenswürdiger Partner und der richtigen Kriterien für das Zertifikat“, sagt Dr. Karl-Walter Gutberlet, Vorstand der Allianz Versicherungs-AG. „Wir haben uns bewusst für Zertifikate nach dem vom WWF mitentwickelten „Gold-Standard“ entschieden, der die nachhaltige Reduktion des klimaschädlichen Gases CO2 sicherstellt.“

Allianz will klimabewusstes Autofahren künftig auch tariflich honorieren
Vermeiden, verringern, neutralisieren – diesen Dreiklang an Maßnahmen zur CO2-Reduzierung wird die Allianz konkret unterstützen. „Die CO2-Emissionen im Kraftverkehr gänzlich zu vermeiden, wird in unserer Mobilitätsgesellschaft kurzfristig nicht gelingen. Jedoch können wir als Versicherer umweltbewusstes Verhalten fördern und damit zur Verringerung des Ausstoßes beitragen“, erklärt Gutberlet. In ihren Tarifen berücksichtigt die Allianz bereits die Kilometerfahrleistung. 

Fahrzeug-Plakette für Kunden, deren Fahrzeug unter 140g CO2/km ausstößtDarüber hinaus werden Allianz und WWF gemeinsam mit Partnern aus der Wissenschaft ein Konzept für eine künftige Integration des CO2-Ausstoßes in die Kfz-Tarifgestaltung entwickeln. „Als Versicherer interessiert uns dabei, wie sich eine umweltbewusste Fahrweise auf das Schadengeschehen auswirkt. Es gibt Indizien, dass klimabewusste Autofahrer auch gute Versicherungskunden sind. Dies werden wir jetzt genau analysieren. Ziel ist es, das klimabezogene Verhalten unserer Kunden mittelfristig in die Tarifgestaltung zu integrieren“, so Gutberlet. „Bis wir soweit sind, bieten wir unseren Kfz-Kunden als ersten Schritt die Neutralisierung ihrer CO2-Emission an.“

Der Kunde kann zu seiner Kfz-Versicherung ein CO2-Minderungszertifikat durch die Allianz erwerben und damit direkt in Klimaschutzprojekte investieren. Dabei handelt es sich um hochwertige Klimaschutzprojekte, die den Anforderungen des anerkannten „Gold Standards“ entsprechen, wie beispielsweise Solaranlagen oder Windparks, die anstelle von Kohlekraftwerken gebaut werden oder Biogasanlagen, die statt fossil betriebener Anlagen für Energie sorgen. Die durch diese Projekte vermiedenen CO2-Emissionen werden durch Zertifikate verbrieft, durch deren Verkauf die Umsetzung der Projekte mitfinanziert wird.

Die Kosten für das Zertifikat sind abhängig vom Fahrzeugtyp, der Jahresfahrleistung und dem aktuellen Preis für die Minderungszertifikate auf dem Weltmarkt. Der Preis für ein CO2-Minderungszertifikat für einen VW Passat bei einer jährlichen Laufleistung von 11.000 Kilometern beträgt zum Beispiel ca. 37 Euro. Damit kann der Kunde ein Jahr lang den CO2-Ausstoß seines Fahrzeuges neutralisieren.
Jeder Kunde erhält eine Bestätigung über den Erwerb des Zertifikats. Eine Plakette mit dem WWF-Siegel erhalten darüber hinaus alle Fahrzeuge, deren Versicherungsnehmer das Allianz-Angebot nutzen und die pro Kilometer weniger als 140 Gramm CO2 ausstoßen. Diese Grenze für 2007/08 entspricht der noch geltenden „Freiwilligen Selbstverpflichtung der Kfz-Industrie“. Zukünftig wird dieser hier übernommene Grenzwert sinken.

Gold-Standard: Mehr als Klimaschutz
Fast alle Umweltorganisationen, die sich für den internationalen Klimaschutz stark machen, haben sich zum Climate Action Network (CAN) zusammengeschlossen. Unter Führung des WWF und unter Mitarbeit von Wissenschaftlern haben sie gemeinsam den so genannten „Gold-Standard“ für Klimaschutz-Projekte entwickelt, der über die Anforderungen des Kyoto-Protokolls hinausgeht. Gold-Standard-Projekte setzen entweder ausschließlich auf erneuerbare Energien (z.B. Energie aus Sonne, Wind, Biomasse oder Wasserkraft) oder sie sorgen dafür, dass die eingesetzte Energie effektiver genutzt werden kann (z.B. durch Wärmedämmung). Außerdem dürfen die lokale Umwelt, biologische Vielfalt und die Bodenqualität nicht beeinträchtigt werden. Zur Sicherung sozialer Kriterien muss darüber hinaus die lokale Bevölkerung umfassend an der Projektplanung beteiligt werden.

„Der Verkehrssektor spielt eine Schüsselrolle beim Klimaschutz. Das Konzept der Allianz ist ein wichtiger Beitrag, dies auch deutlich zu machen. Bewusstseinsbildung und die Kompensation von Emissionen sind wichtige erste Schritte. Dabei soll es aber nicht bleiben“, erklärt Eberhard Brandes, Geschäftsführer des WWF Deutschland. „In der nächsten Etappe geht es darum, klimafreundliches Fahrverhalten und klimafreundliche Motorenstandards zu fördern.“


Quelle: Allianz Deutschland AG


Aktuelle Markdaten und Börsenkurse

Climate Change News by Climate Ark

29.07.2010

MCS-Zertifizierung könnte britischen Photovoltaikmarktes begrenzen

Forscher: Seit 1990 steigt die Temperatur in der Arktis rasant an

05.10.10: Ressourceneffizienz - Motor für ein Grünes Wachstum

Atomindustrie dringt auf «15 Jahre plus X»

DIW Berlin: Grundsätzlich viel Spielraum für Brennelementesteuer

Kohlendioxid-Recycling: Klimakiller oder Kassenknüller?

28.07.2010

Für Stromleitung aus der Wüste: Blaupause mit 800 kV steht in China

Karlsruher Stadtmobil-Kunden können Plug-in Hybrid Prototypen mieten

Unterwasserfahrzeug forscht unter dem Treibeis der Arktis

Offshore wind heads for record year

Baden-Württemberg: 80 Prozent mehr Schiffs-Gütertransport möglich

19.08.10 : Emissionshandel und Klimaschutz in den USA

Röttgen will Windenergie verstärkt fördern

21.10.10: Launch Event für CDP Deutschland Bericht

27.07.2010

Neuer Online-Rechner: Photovoltaik-Anlagen an Wohngebäuden

Bund kappt Ökosteuer-Rabatte für energieintensive Industrie

Brasilianische Ureinwohner besetzen Wasserkraftwerk

Elektroauto Chevrolet Volt kommt zum Premiumpreis

Die Nutzung der Windenergie auf dem Meer kennt nur Gewinner

Stadtwerke Flensburg verkauft Ökostrom über mobilcom-debitel

Bundesnetzagentur: Über drei Gigawatt mehr Solaranlagen im ersten Halbjahr

KfW-Klimaschutzbeauftragter koordiniert Erstellung von Weltklimabericht

Viele Fragen offen für Deutschlands grüne Zukunft

26.07.2010

transpower will bessere Prognose für Wasserkraft und Photovoltaik

Hacker-Attacke legt ECX-Website vorübergehend lahm

Musterkommunen-Wettbewerb: 72 Bewerber erhalten ihren CO2-Rechner

Kleine solarthermische Kraftwerke mit Mehrfachnutzen für heiße Länder

EUA-News KW 29/2010

Wuppertal-Institut: CCS als Brückentechnologie für deutsche Kohlekraftwerke unnötig

Ab 26. Juli: Dritte Bayerische Klimawoche startet mit über 700 Aktionen

Flughafen Stuttgart will CO2-Emissionen um 20 Prozent reduzieren

23.07.2010

Wüstenstrom-Konsortium verzichtet auf Namen Desertec

Verband: Bald über Elektroauto-Prämie entscheiden

Fachagentur veröffentlicht umfassende Marktübersicht zu Hackschnitzel-Heizungen

WWF: Verschiebung des US Klima- und Energiegesetzes herber Rückschlag

Klima- und umweltfreundlich reisen: WWF sieht noch wenige Veranstalter auf gutem Weg

US-Senat vertagt umfassendes Klima- und Energiegesetz