Co2-Handel.de - Das Portal zum Emissionshandel und Klimaschutz
Sie sind hier: Home » Klima & Wirtschaft » Wissenschaft
Seite empfehlen

Sonniger Rekord: Durchbruch für die Hybrid-Solarzelle (02.02.2010)

Wissenschaftlern vom Institut für Mikrosystemtechnik (IMTEK) und dem Freiburger Materialforschungszentrum (FMF) der Universität Freiburg ist es gelungen, eine Behandlungsmethode für die Oberfläche von Nanopartikeln zu entwickeln, die die Effizienz von organischen Solarzellen erheblich steigert.

Schema der Hybrid-Solarzelle und elektronenmikroskopische Aufnahme der Nanopartikel Grafik: Uni FreiburgDurch den Einsatz sogenannter Quantum Dots aus Cadmium-Selenid konnten die Forscherinnen und Forscher die bisher höchste Effizienz von 2 Prozent in Hybrid-Solarzellen erzielen, die auch durch Messungen der am FMF angesiedelten Arbeitsgruppe "Farbstoff- und Organische Solarzellen" des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme bestätigt wurde.

Bisherige Werte lagen bei 1-1,8 Prozent. Bei Hybrid-Solarzellen besteht die photoaktive Schicht aus einer Mischung aus anorganischen Nanopartikeln und einem (organischen) Polymer. Die entwickelte Methode ist prinzipiell auf viele Nanopartikel anwendbar und eröffnet weitere Perspektiven zur Effizienzsteigerung dieses Solarzellentyps. Das Verfahren wurde patentiert und die Ergebnisse wurden vor kurzem in einer Ausgabe der renommiertesten Fachzeitschrift für Angewandte Physik, den "Applied Physics Letters", veröffentlicht.

Organische Solarzellen gehören zur sogenannten dritten Generation von Solarzellen und befinden sich noch im Forschungsstadium. Der Weltrekord für rein organische Solarzellen, bei denen beide Komponenten der photoaktiven Schicht aus organischen Materialien bestehen, liegt zur Zeit bei über 7 Prozent für nasschemisch erzeugte Schichten. Im Gegensatz zu herkömmlichen Silizium-Solarzellen, die hauptsächlich für die großflächige Stromerzeugung eingesetzt werden, weisen sie viele Vorteile auf: Sie sind wesentlich dünner und flexibler. Der entscheidende Vorteil liegt in ihrer kostengünstigen und schnellen Herstellung. Daher eignen sie sich besser für die Integration in Anwendungen und Systeme unseres Alltags mit begrenzter Wirkungsdauer, wie zum Beispiel Sensoren oder elektronische Geräte, um diese energieautark zu betreiben. Der Einsatz von Batterien und Kabeln könnte somit in Zukunft drastisch reduziert werden.

In dem Forscherteam arbeiten Chemiker, Physiker und Ingenieure des IMTEK und des FMF eng zusammen. "Die interdisziplinäre Ausrichtung der Forschungsgruppe war ein absoluter Glücksfall und hat zu einem schnellen Fortschritt innerhalb des Projektes geführt. So konnten wir von der Synthese der Nanopartikel über die Modifikation ihrer Oberfläche bis hin zur Integration in Komposit-Materialien alles aus einer Hand leisten", sagt Gruppenleiter Dr. Michael Krüger. Seine Arbeitsgruppe "Nanowissenschaften" ist Teil des Lehrstuhls für Sensoren von Prof. Dr. Gerald Urban am IMTEK. Aufbauend auf den veröffentlichten Ergebnissen arbeitet sein Team - auch im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Verbundprojekts - daran, die erprobte Methode auf andere vielversprechende Materialsysteme auszuweiten und so auf dem Weg zur Marktreife einen weiteren Schritt zu gehen. Voraussetzungen dafür sind jedoch deutlich bessere Wirkungsgrade als bisher, eine weitere Steigerung der Lebensdauer der Materialien sowie die Reduzierung der Herstellungskosten.

Das Projekt "Quantum Dot Polymer Hybride als photoaktives Material in Solarzellen" wird innerhalb des IMTEK-Graduiertenkollegs "Micro Energy Harvesting" durch die Deutsche Forschungsgesellschaft gefördert.

Weitere Informationen: www.fmf.uni-freiburg.de/projekte/pg_anorg/AKKrueger
www.imtek.uni-freiburg.de


Quelle: Informationsdienst Wissenschaft


Aktuelle Markdaten und Börsenkurse

Climate Change News by Climate Ark

19.03.2010

CryoSat-Start am 8. April: Auf eisiger Mission dem Klimawandel auf der Spur

Ungarisches Ministerium konferiert mit BlueNext wegen sCERs

CDU und FDP sehen in einem effektiven Klimaschutzgesetz eine Gefährdung NRWs

Nordpool: CER spot market reopening

'Smart Energy 2020': VDE fordert bessere Rahmenbedingungen für intelligente Stromnetze

US-Fluggesellschaften klagen gegen EU wegen Emissionshandel

Baden-Württemberg will Ausbau der Windkraft forcieren

Aus für Hollands Kilometersteuer

Der Klimawandel bedroht das Wattenmeer

18.03.2010

Uni Stuttgart zeigt zukunftsweisende Projekte zu solarem Bauen

Die 'Lage der Welt 2010': Konsum ist mitverantwortlich für Zerstörung globaler Ökosysteme

Supraleiter für erneuerbare Energien

Fahren unter Strom: Können Elektroautos einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten?

Österreichs Umweltminister Berlakovich nimmt Elektroauto im Dienst

Future common agricultural policy: Parliament kicks off debate

Dramatische Wasserknappheit in Südostasien

Röttgen: zusätzliche Klimakonferenz Anfang Mai in Bonn

17.03.2010

Lord Nicholas Stern: 'Arroganz der Industriestaaten verhinderte Kopenhagen-Erfolg'

NASDAQ OMX Acquires Nord Pool

IETA issues warning on recycled CERs

Miliband pursues clean coal tech as UK growth sector

'Car2Car-Kommunikation' sorgt für Effizienz im Straßenverkehr und ist für E-Mobile unerlässlich

EU setzt weiter auf Weltklimavertrag

20.21.05.2010: Der Emissionshandel ab 2013

Solarproduzent Solon erhält Bürgschaft über 146 Millionen Euro

Eisendüngung des Meeres birgt Vergiftungsgefahr

Konferenz: Elektromobiliät bietet Chance für Österreichs Städte

Forscher: Zweitwärmster Winter seit 1880

16.03.2010

WWF fordert: Wattenmeer gegen steigenden Meeresspiegel wappnen

US-Stadt Davis verschreibt sich radikaler CO2-Diät

Indien setzt auf eigene Forschung zu Klimaschutzdaten

PwC-Studie 'Renewables Deals 2009': Investoren setzen auf Wasserkraft

Umweltbundesamt fordert Stromversorgung zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien

BMU fördert CO2-Reduzierung in der Stahlproduktion mit 30 Mio. Euro

BDH warnt: Klima- und Ressourcenschutz droht Finanzpolitik zum Opfer zu fallen

15.03.2010

Umweltverbände starten Initiative - Ohne NRW sind Klimaschutzziele nicht erreichbar

Potsdam-Institut: Wirtschaftlichkeit des Zwei-Grad-Ziels hängt von Technologien ab

Mexiko fordert Klarheit von EU zu Klimageldern

EUA-News KW 10/2010

EU-Artenschutzziel auf 2020 verschoben

Mecklenburg-Vorpommern stellt Aktionsplan Klimaschutz vor

Deutschland erwartet keinen Durchbruch zu Weltklimavertrag in Mexiko

Greenpeace warnt: AKW-Laufzeitverlängerung blockiert 200 Milliarden Euro bis 2030

14.03.2010

UN-Konferenz endet in Parma - Grüne Arbeitsplätze

China fühlte sich bei Klimagipfel brüskiert