Co2-Handel.de - Das Portal zum Emissionshandel und Klimaschutz
Sie sind hier: Home » Klima & Wirtschaft » Wissenschaft
Seite empfehlen

Hitzestress: Forscherin untersucht Folgen des Klimawandels auf marine Ökosysteme (12.02.2010)

Dass wärmere Temperaturen zahlreichen Meerestieren stark zusetzen können, ist mehrmals bewiesen worden. Nun hat eine Meeresbiologin am Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) festgestellt, dass auch marine Mikroorganismen, die für das gesamte Ökosystem bedeutend sind, unter starken Stress geraten.

Lena Eggers hat Auswirkungen der höheren Temperaturen auf benthische - am Meeresboden lebende - Kleinstalgen aus der Kieler Förde untersucht. Das Hauptergebnis ihrer Arbeit ist, dass das Zusammenspiel von Hitzewelle und Individuenaustausch zu einer Verschiebung hin zu einer weniger produktiven Mikroalgenart geführt hat. "Ich habe untersucht, welche Auswirkungen eine simulierte Hitzewelle und der Individuenaustausch zwischen heterogenen Habitaten auf die Vielfalt und Vermehrung benthischer Mikroalgengemeinschaften haben", erklärt Eggers gegenüber pressetext.

Versuche an zehn verschiedenen Algen-Spezies

Mikroorganismen Bild: Lena Eggers / IFM GeomarDiese am Meeresboden lebenden, mikroskopisch kleinen Algen waren die Untersuchungsgegenstände der ersten Masterarbeit an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Fotos und Collage: Lena Eggers

Bei bisherigen Studien wurde immer nur eine einzelne Art von Algen untersucht, erklärt Eggers. "In unseren sechswöchigen Experimenten konnten wir zehn verschiedene Spezies zusammen in Kulturflaschen unterschiedlicher Lichtbedingungen, die zusätzlich im Austausch miteinander standen, beobachten", so die Forscherin. Das habe ein sehr interessantes Gesamtbild ergeben, bei dem deutlich wurde, wie sich Dominanzen der einzelnen Algenspezies verändern.

Simuliert wurde ein Hitzestress, der der Hitzewelle des Sommers 2003 entsprach. Das Wasser in den Versuchsgefäßen wurde langsam von 16 Grad auf 27,5 Grad erwärmt, wobei es eine Woche lang über einer Temperatur von 25 Grad lag, erklärt die Forscherin. Die höheren Temperaturen haben einigen der Algen stark zugesetzt und andere wiederum stimuliert. "Dominant blieben jene Arten, die weniger Biomasse produzierten. Das änderte sich auch nicht, nachdem das Wasser wieder deutlich kühler wurde", so Eggers.

Weitere Untersuchungen folgen

"Wir wollen auch untersuchen, wie Gemeinschaften von Mikroorganismen auf eine Erhöhung des CO2-Gehalts im Wasser reagieren", erklärt die Forscherin. Es sei fraglich ob und welche Arten von solchen Veränderungen profitieren und welche nicht.

Die ersten Ergebnisse haben die Forscherin jedenfalls sehr erstaunt. "Ich konnte in meinem Modellversuch zeigen, dass ein einziges extremes Wetterereignis ausreichend sein kann, um die Ökosystemfunktion dauerhaft negativ zu beeinflussen", meint Eggers.

Weitere Informationen: www.ifm-geomar.de


Quelle: pressetext.deutschland



GLS Bank


10.02.2012

Tschechien hadert mit Ökostrom-Welle aus Deutschland

Kanadisches Unternehmen sucht in deutschen Meeresschutzgebieten nach Öl

Zukunftsthema 'Urbanisierung' forcieren: Messe 'Urbantec' im Jahresturnus

»Grünes« Energie-Management für Europas Häfen

Nachhaltigkeit entlang der Wertschöpfungskette in Autoindustrie steigern

Deutschland hilft beim Klimaschutz in Westafrika

Sind Kaltwasserkorallen Anpassungskünstler an den Klimawandel?

09.02.2012

'Ausgezeichnete' Klimaanpassung

«AKW-Dinosaurier» Fessenheim bleibt in Betrieb

Großinvestoren zwingen Unternehmen zur Offenlegung von Klimarisiken

Welches Marktdesign braucht die Energiewende?

Energiebranche fürchtet herben Rückschlag bei Energiewende

Gletscher und Eiskappen schmelzen weniger stark als vermutet

Kurth: Versorgungssicherheit mit Strom garantiert - schneller Netzausbau dringend

Umwelthilfe: versprochene Bürgerbeteiligung des Innenministeriums unzureichend

08.02.2012

Strategie soll den Wald für die Zukunft fit machen

Paket zur Gebäudesanierung droht zusammenzuschmelzen - Keine Einigung

Ozeanerwärmung lässt Seeelefanten bei der Jagd tiefer tauchen

Klimastudien sagen kältere Winter in Europa voraus

Durchbruch beim Abfallgesetz - Entsorgungswirtschaft will klagen

Frankreich braucht «Stromhilfe» aus Deutschland

DIW-Studie: CCS-Technologie ist für die Energiewende gestorben

07.02.2012

Deutschland bleibt auch bei dieser Kälte Stromexporteur - dank Ökostrom

Bosch verschiebt Baustart für Solarfabrik in Malaysia

Verbandsrecherche: 87 Prozent der Energieversorger bieten Energieberatung

Löscher: Siemens wird Gewinner der Energiewende sein

EEX führt CO2-Produkte für Luftfahrtindustrie ein

Klimafolgen besser abschätzen: Forscher vergleichen Simulationen aus aller Welt

Baden-Württemberg bringt Klimaschutzgesetz auf den Weg

06.02.2012

Fällt Klimakatastrophe aus? - Vahrenholt stellt Buch vor

Nordseesturmfluten im Klimawandel

China boykottiert Klimaabgabe für seine Airlines - EU bleibt hart

EEX Handelsergebnisse für Emissionsberechtigungen im Januar

Ökoenergie-Ausbau ersetzt Brennstoffimporte in Milliardenhöhe

Stromnetze trotzen Kälte - Leitungen stabil

05.02.2012

Greenpeace-Chef zum Klimawandel: Die Zeit läuft uns davon