Die Entwicklung liege eindeutig im Trend der Vorhersagen des UN- Klimarats (IPCC). Die aktuelle Hitzewelle sei dabei wie ein Labor, «um zu studieren, was eine wärmere Welt bedeutet». Generell kämen auf die Gesellschaft höhere Investitionen für Kühlaggregate zu, sagte Schellnhuber. «Wenn es in Deutschland im Jahresdurchschnitt wärmer wird, sparen wir zwar Heizenergie im Winter, aber die Zusatzkosten für die Kühlung wiegen dies auf.» Der vergangene kalte Winter in Nord- und Mitteleuropa widerspreche dem Trend der Erwärmung nicht. In den meisten Teilen der Welt sei es zur selben Zeit zu warm gewesen.
So hatte die US-Ozean- und Atmosphärenforschungsbehörde NOAA jüngst berichtet, dass die erste Jahreshälfte 2010 global die wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen gewesen sei. Die weltweite Durchschnittstemperatur, kombiniert aus Land- und Ozeanwerten, lag demnach mit fast 14,2 Grad Celsius um rund 0,7 Grad höher als im Mittel des 20. Jahrhunderts.

