Dort lägen 51,3 Billionen US-Dollar, die langfristig und sicher angelegt werden müssen, betont der Wissenschaftliche Beirat der Regierung für globale Umweltveränderungen (WBGU) in einer neuen Studie, die am Donnerstag an Umweltminister Peter Altmaier (CDU) übergeben wurde.
Wenn die Staaten sichere Rahmenbedingungen schafften, könnten solche Anlageoptionen wegen der unsicheren Finanzmarktlage eine Alternative sein. In Deutschland überlegen Versicherer bereits, in Stromnetze zu investieren, weil sie Renditen von bis zu neun Prozent bieten.
Für verbesserte Energieeffizienz und die Umstellung auf erneuerbare Energien müssen hohe Anfangsinvestitionen getätigt werden. Diese Investitionen beinhalten zugleich große Chancen, da im Zuge der Transformation strategische Innovationen ausgelöst werden und neue Märkte entstehen können.
Die Investitionen in erneuerbare Energietechnologien und Energieeffizienz können durch Einsparungen der Kosten für fossile Brennstoffe bei konventionellen Technologien schon bis zum Jahr 2040 vollständig kompensiert sein.
Das private Kapital für die Transformation ist vorhanden und kann unter geeigneten politischen Rahmenbedingungen mobilisiert werden. Mit einer entsprechenden Ordnungspolitik sollten Investitionen für Private attraktiver gemacht werden.
Der WBGU sieht hier den gestaltenden Staat gefordert, der durch eine integrierte Energie-, Umwelt- und Klimapolitik einen stabilen und langfristigen transformativen Ordnungsrahmen schafft und so bestehende Investitionsrisiken verringert. Gleichzeitig sollte die Politik die Möglichkeiten zur Partizipation erweitern.
Zurzeit ist Deutschland Vorreiter dieser Transformation, sowohl bei den technologischen Innovationen als auch bei der Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen. Unser Land kann der Welt ein Beispiel dafür geben, wie die Energiewende nicht weniger, sondern mehr Wohlstand generieren kann.
Das Positionspapier des WBGU steht auf wbgu.de als Download zur Verfügung.

