Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen: "Wir können unseren Energieverbrauch nur reduzieren, wenn wir die enormen Potenziale im Bereich der Energieeffizienz endlich nutzen. Dazu können innovative technologische Lösungen, wie sie bei der Walzwerke Einsal GmbH eingesetzt werden, einen Beitrag leisten."
Die Walzwerke Einsal GmbH ist ein mittelständisches Familienunternehmen, das neben Warm- und Kaltwalzprodukten blank gezogenes Flach- und Vierkantmaterial sowie Sonderprofile nach Kundenvorgaben aus Walzdraht und Stabstahl fertigt. Die Produkte werden u. a. im Kraftwerksbau, in der Automobilindustrie, der Medizintechnik und der Bauindustrie eingesetzt.
Beim klassischen Umformprozess wird das Material in einem 70 Grad Celsius heißen Tauchbad erwärmt, mit einem Ziehhilfsmittel überzogen und anschließend mit hoher Kraft durch eine Form gezogen. Dieser Prozess ist mit einem hohen Energieverbrauch verbunden.
In Zukunft wird das Material elektrisch induktiv erwärmt. Dies erlaubt eine zeit- und punktgenaue Temperierung der Werkstücke. Es können zudem das Temperaturfenster erweitert und damit auch umweltfreundlichere Ziehmittel eingesetzt werden. Die Beschichtung wird aufgesprüht. Der dadurch erzielte dünnere und gleichmäßigere Auftrag verbessert auch die Oberfläche des Werkstücks. Eine innovative Vorrichtung zum Einstoß in das Ziehwerkzeug erübrigt das bisherige Anspitzen der Stabenden und vermeidet damit Materialverluste. Mit dem neuen Verfahren kann ein Wirkungsgrad von bis zu 85 Prozent erreicht werden. Herkömmliche Umformtechnik hat dagegen nur einem Wirkungsgrad von 25 bis 45 Prozent.
Effizientes Halbwarmumformen von Spezialprofilen - Kurzbeschreibung
Die Walzwerke Einsal GmbH ist ein mittelständisches Familienunternehmen mit einer über 300jährigen Geschichte. Das Unternehmen produziert neben Warm- und Kaltwalzprodukten blank gezogenes Flach- und Vierkantmaterial sowie Sonderprofile nach Kundenvorgabe aus Walzdraht und Stabstahl. Die Produkte werden u.a. im Kraftwerksbau, in der Automobilindustrie, in der Medizintechnik und der Bauindustrie eingesetzt.
Beim klassischen Prozess des Kaltziehens wird das Material mit hoher Kraft durch eine Form gezogen. Dazu muss das Material erwärmt und mit einem Ziehilfsmittel überzogen werden. Dieser Prozess findet zurzeit in einem Tauchbad statt, das permanent auf 70 °C gehalten werden muss. Nachteilig ist der damit verbundene hohe Energieverbrauch, die Begrenzung auf das enge Temperaturfenster und die beschränkte Auswahl der Beschichtungsmittel. Das Unternehmen plant deshalb, an Stelle der herkömmlichen Technik eine energieeffiziente, Ressourcen schonende Umformtechnologie zu installieren.
Die Erwärmung soll in Zukunft elektrisch induktiv erfolgen. Dies erlaubt eine zeit- und punktgenaue Temperierung der Werkstücke. Das Ziehhilfsmittel wird aufgesprüht. Dies ermöglicht einen dünneren und gleichmäßigeren Auftrag und führt damit zu einer verbesserten Werkstückoberfläche. Außerdem erlaubt die breitere Auswahl an Beschichtungsmitteln, umweltfreundlichere Ziehmittel einzusetzen.
Eine Ziehbank mit innovativer Einstoßvorrichtung spart die mechanische Vorbereitung der Stäbe (anspitzen) und damit Materialverluste.
Durch die geplanten Maßnahmen werden pro Jahr 134.289 m3 Erdgas, 55.250 KWh Elektroenergie und 150 t Stahl eingespart. Damit verbunden ist eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes in Höhe von 327 t/a.

