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Siemens zeigt nachhaltige Prozesslösungen für den gesamten Wasserkreislauf (13.08.2010)

Weltweit wächst der Bedarf an Trink- und Prozesswasser, aber auch das Bewusstsein für dessen begrenzte Verfügbarkeit. Zugleich steigen die qualitativen Anforderungen an die Behandlung von Wasser, Abwasser sowie Klärschlamm und damit die Kosten für Kommunen und Industrie. Siemens bietet für die Komponenten des Wasserkreislaufs aufeinander abgestimmte Technologien, mit deren Hilfe Anlagenbetreiber nachhaltig und gleichzeitig effizient wirtschaften können.
Unter dem Motto “Neue Perspektiven für die Umwelt” steht auf der IFAT ENTSORGA in München neben der Wasser- und Abwasserreinigung das Thema Rohstoffverwertung im Mittelpunkt. Siemens präsentiert auf der internationalen Fachmesse für Umwelttechnologie vom 13. bis zum 17. September 2010 in Halle A1 komplette Prozesslösungen für den Wasserkreislauf. Dazu gehören Aufbereitungsanlagen für Prozess- und Trinkwasser ebenso wie Systeme für den Wassertransport und Energy-Management-Konzepte. Diese ermöglichen Kommunen und Industrie, Wasser umweltschonend und zugleich effizient zu nutzen.

Bild: Pixelio/sunny6Optimale Wassernutzung: Technologien zur Aufbereitung und Wiederverwendung fördern nachhaltiges Wirtschaften

Bis 2025 soll der weltweite Wasserverbrauch um vierzig Prozent steigen; parallel dazu verschlechtert sich die Qualität des Rohwassers. Dennoch müssen kommunale Versorger Wasser in gleichbleibend hoher Güte zur Verfügung stellen. Für dessen Aufbereitung bietet Siemens unter anderem Ultrafiltrationsprodukte aus der Memcor-Reihe. Schwebstoffe und Krankheitserreger lassen sich mithilfe der Memcor-Hohlfasertechnologie effektiv entfernen. Eingesetzt werden kann sie entweder als Druck- (Memcor XP und CP) oder als Tauchsystem (XS und CS).

Anwendung finden diese in Kommunen bei der Aufbereitung von Trinkwasser ebenso wie zur Behandlung von industriellem Prozesswasser oder im Rahmen der Meerwasserentsalzung als Vorstufe zur Umkehrosmose.

Zur Wiederverwertung von Abwasser dient das Membran-Bioreaktor- (MBR)-System MemPulse. Es arbeitet mit einem Luftspülungsverfahren, welches im Vergleich zu herkömmlichen Methoden nur eine geringe Luftmenge erfordert. Das senkt den Energieverbrauch. Darüber hinaus besitzt das System keine beweglichen Teile. Die Wahrscheinlichkeit mechanischer Ausfälle reduziert sich daher drastisch; Betrieb und Wartung werden vereinfacht.

Energy Management: Intelligente Verknüpfung von Anlagenkomponenten verbessert Energieeffizienz

Von den Betriebskosten zur Wasseraufbereitung in Kommunen entfallen rund dreißig Prozent allein auf die eingesetzte Energie. Wichtiger Ansatzpunkt für Einsparungen sind Gebläse und deren Antriebe. Den IFAT-Besuchern stellt Siemens Turbomachinery Equipment A/S die STC-DO-Serie vor. Das sind direkt angetriebene Radialverdichter mit einem Hochleistungsmotor und auf der Welle montiertem Flügelrad. Aufgrund ihrer individuellen Anpassungen an die Kunden-erfordernisse und der Dual-Point-Control-Technologie arbeiten die STC-DO-Verdichter besonders energieeffizient. Über die Verbesserung einzelner Komponenten hinaus beruht erfolgreiches Energy Management auf einer intelligenten Verknüpfung sämtlicher Anlagenbestandteile. Eine Integration zentraler Abwasserprozesse ermöglicht zum Beispiel die BioFlowsheet+-Lösung von Siemens Industry Solutions. Das Programm zur Optimierung biologischer Prozesse untersucht spezifische Kostenfaktoren wie Energieeinsatz, Lohnkosten und Entsorgung.

An Planer wie auch an Systemintegratoren und Betreiber richtet sich das Angebot der Siemens-Divisionen Drive Technologies und Industry Automation zur Automatisierung und Niederspannungsenergieverteilung. Neben Neuheiten zur optimierten Betriebsführung auf Basis von Totally Integrated Automation und Totally Integrated Power steht der Einsatz effizienter Antriebstechnik im Mittelpunkt.

Verbesserte Infrastruktur: Neue Lösungen für Wassermanagement und Klärschlammbehandlung

Die Anlagenverfügbarkeit steigern und größtmögliche Versorgungssicherheit gewährleisten – damit kommunale Betreiber diese zentralen Ziele erreichen können, spielt effizientes Wassermanagement eine entscheidende Rolle. Mit der Siwa-Produktfamilie stellt Siemens modulare Lösungen bereit, die speziell für Wasserversorgungs- und Abwassersysteme entwickelt wurden und aus Kanalnetzsteuerung, Leckageortung, Betriebsoptimierung sowie Dokumentenverwaltung bestehen. Inbegriffen sind Dienstleistungen für den gesamten Lebenszyklus, etwa zur vorbeugenden Instandhaltung, Modernisierung oder Nachrüstung. Daneben informiert Siemens über spezifische Services wie Membranreinigung oder mobile Wasseraufbereitungssysteme zur Überbrückung von Stillständen und Versorgungsschwankungen.

Mit dem Wasserverbrauch wächst die Nachfrage nach Komplettlösungen zur Behandlung von Klärschlamm, zumal die Ausgaben hierfür die Hälfte eines kommunalen Haushaltes ausmachen können. Durch den Einsatz moderner Verfahren lassen sich Energiebedarf und Entsorgungskosten reduzieren. Der auf der Messe gezeigte Bandtrockner SBD (Sludge Belt Dryer) verfügt über eine Verarbeitungskapazität von acht bis zweihundert Tonnen entwässerten Klärschlamms pro Tag. Durch Hitzerückgewinnung benötigt er besonders wenig Energie, um staubfreie Pellets zu produzieren. Diese wiederum können als Brennstoff verwertet werden. Für die Umwandlung von entwässertem Klärschlamm in hochwertige Kompostprodukte bietet Siemens mit dem IPS Kompostierungssystem eine automatisierte Prozesslösung inklusive Biofiltration und Odorierungskontrolle.

Weitere Informationen über Wasseraufbereitungslösungen finden Sie unter: www.siemens.com/water


Quelle: Siemens Industry



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