Die Wissenschaftler wollten herausfinden, ob Haushalte mit Smart Meter und strompreisvariablem Tarif nicht nur ihre Stromkosten senken können, indem sie Lasten wie den Betrieb einer Waschmaschine in die Stunden mit niedrigem Strompreis verschieben, sondern auch zu einer Reduzierung der Emissionen beitragen.
Die Mittwochsbilanzen geben die Netzeinspeisung der Kraftwerke der allgemeinen Versorgung für jeden dritten Mittwoch im Monat in Stundenwerten nach Energieträgern an. Damit repräsentieren sie die tatsächliche Lastsituation besser, als die vertikale Netzlast, der die Kraftwerke der unteren Netzebenen fehlen. Kraftwerke, die nicht der allgemeinen Versorgung angehören, wie beispielsweise Windkraftanlagen, sind allerdings in den Mittwochsbilanzen nicht enthalten.
Man könnte annehmen, dass niedrige Strompreise bei geringer Gesamtlast (hoher Anteil Kernenergie) oder bei hoher Einspeisung regenerativer Energien auftreten, wodurch ein geringer Strompreis auch für niedrige Emissionen stehe, heißt es in einer Mitteilung der Forschungsstelle. Bei der Auswertung der Mittwochsbilanzen habe sich gezeigt, dass die mittleren stündlichen CO2-Emissionen der untersuchten Tage für 2009 zwischen 476 g/kWh und 695 g/kWh lagen. Eine Abhängigkeit zum Strompreis war den Angaben zufolge dabei aber nicht zu erkennen, da es viele weitere Einflussparameter für den Kraftwerkseinsatz gebe.
Das Fazit der Wissenschaftler: Der beste Weg zur Reduktion der CO2-Emissionen bleibt die Stromeinsparung durch Abschaltung ungenutzter Verbraucher und Nutzung effizienter Geräte. (DJ/sir)

