Sie warfen dem Minister vor, mit seinem Versuch die geplante EU-Energieeffizienzrichtlinie zu verwässern, die Energiewende zu sabotieren.
Vor einem Auftritt von Rösler vor der European School of Management and Technology in Berlin versuchte ein Aktivist mit überdimensionaler Rösler-Maske Dämmstoffpakete mit einem großen Hammer zu zertrümmern. Gleichzeitig demonstrierten Menschen mit Schildern dagegen.
"Rösler tut alles, um die von ihm selbst mit beschlossene Energiewende zu sabotieren", sagte Fritz Mielert von Campact. "Ohne einen sparsameren und effizienteren Umgang mit Energie wird die Energiewende scheitern. Je weniger Energie vergeudet wird, desto rascher und kostengünstiger können wir eine vollständig regenerative Energieversorgung verwirklichen."
Rösler verhindere mit seiner rückwärtsgewandten Politik, dass Europa unabhängiger von Energieimporten wird, Millionen neuer Arbeitsplätze geschaffen werden und das Klima geschont wird. Die EU-Kommission geht davon aus, dass durch die Steigerung der Energieeffizienz zwei Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen werden können. Andere Studien kommen sogar auf bis zu sechs Millionen neuen Arbeitsplätzen in Europa, erläutert Mielert.
Besonders wichtig seien die Effizienzverpflichtungen für die Energiekonzerne und die Vorgabe, neue Kraftwerke nur noch mit Kraft-Wärme-Kopplung zu bauen. "Wenn Rösler sich durchsetzt und diese Regelungen gestrichen werden, dann wird die Richtlinie zum zahnlosen Tiger", fürchtet Mielert.

