Er sei seit 10 Jahren im Unruhestand, erklärt der Professor und seine blitzenden Augen verraten, dass er noch lange nicht Ruhe geben will. Wilhelm Riesner hat jahrzehntelang an der Hochschule Zittau/Görlitz gelehrt und gehört zu denjenigen Experten, die mit Sorge verfolgen, dass insbesondere mittlere und kleine Unternehmen in Industrie und Gewerbe die enormen Potentiale von Effizienzmaßnahmen links liegen lassen. Er kann zwar deren Gründe nachvollziehen, wollte es aber nicht länger hinnehmen.
Und Riesner wäre nicht Riesner, wenn ihm nicht eine Lösung einfallen würde. Vielleicht, so seine Überlegung, könnte man den Unternehmen mit einem Branchenvergleich unter die Arme greifen. Denn wenn Konkurrenz das Geschäft belebt und die Steigerung der Energieeffizienz erhebliche Kosten- und damit Wettbewerbsvorteile bringen kann – warum dann nicht eben diesen Wettbewerb dadurch ermöglichen, dass die Unternehmen sich leichter vergleichen können? Inzwischen ist seine Lösung online: ein Effizienz-Benchmark.
Man gibt einige wenige Daten ein und erhält gegen eine Unkostenbeteiligung von 60 Euro per E-Mail eine ausführliche Auswertung, wo man im Branchenvergleich steht. An Zahlen braucht man nur den Energieverbrauch nach Energieträgern und als Bezugsgrößen den Umsatz, die Bruttowertschöpfung, die Zahl Beschäftigten – und natürlich die Kennzahl des Wirtschaftzweiges, denn aufgrund dieser Kennzahl wird erst ein branchenspezifischer Vergleich möglich. Unterschieden wird dabei zwischen 245 Wirtschaftszweigen, statistisch erfasst sind 45.000 Betriebe in Deutschland. Verglichen wird jeweils das aktuellste statistisch verfügbare Jahr (derzeitig 2010).
Der Energie-Benchmark für kleine und mittlere Industrieunternehmen findet sich unter www.energieeffizienz-benchmark.de

