Bei der Vorstellung der Initiative erklärte E.ON Mitte-Vorstandsvorsitzender Dr. Henrich Wilckens: „Es geht darum aufzuzeigen, welche konkreten Erzeugungs- und Energieeinsparpotenziale im regionalen Umfeld einer Kommune vorhanden sind und was konkret zu tun ist, um die vorgegebenen nationalen Klima-schutzziele in dieser Kommune zu erreichen.“
Wettbewerb zur Auswahl einer Modellkommune
Der erste Schritt des Projektes ist ein Wettbewerb zur Auswahl einer Modellkommune, in der das innovative Energiesystem der Zukunft umgesetzt und anschaulich demonstriert werden soll. Die Projektpartner bei der Bera-tung, Analyse und Umsetzung sind das Kompetenznetzwerk Dezentrale Energietechnologien e.V. (deENet), die Fraunhofer-Institute für Windenergie und Energiesystemstechnik e.V. (IWES) und für Bauphysik (IBP), die SMA Solar Technology AG sowie die Samco Networks GmbH & Co.KG. „Dieses Projekt ist ein wichtiger Baustein für die weitere Profilierung der Region als Standort für zukunftsweisende Lösungen im Bereich der dezentralen Energieversorgung“, unterstrich deENet-Geschäftsführer Dr. Martin Hoppe-Kilpper.
Zusammen mit der noch auszuwählenden Modell-Kommune aus dem E.ON Mitte-Netzgebiet werde eine kommunale Energiestrategie entwickelt und umgesetzt. Analysiert würden zum Beispiel die Potenziale zur regionalen Energieerzeugung und zur Nutzung von Energieeffizienzmaßnahmen.
Ziele seien außerdem die Umsetzung eines intelligenten Stromnetzes mit hoher regionaler Einspeisung aus Erneuerbaren Energien und die Entwicklung zukunftsfähiger Geschäftsmodelle, die die regionale Wertschöpfung erhöhten. Der weitere Ausbau dezentraler Energiequellen benötige in Zukunft weitaus intelligentere Stromnetze. Hoppe-Kilpper: „Das Projekt bietet der Modellkommune außerdem die Möglichkeit, einen kommunalen Energiebeauftragten über einen Zeitraum von drei Jahren zu finanzieren.“
Neue Anforderungen an das Netzmanagement
„Der Stromerzeugung aus Photovoltaik-Anlagen wird zukünftig eine immer größere Bedeutung im Energiemix zukommen. Dies ist mit neuen Anforderungen an das Netzmanagement verbunden,“ erklärte Günther Cramer, Vor-standssprecher der SMA Solar Technology AG. „Wir möchten daher in diesem Projekt nach innovativen Lösungen suchen, die einen intelligenten Betrieb des Niederspannungsnetzes und dadurch den Anschluss großer Erzeugungskapazitäten von Photovoltaik-Anlagen und anderen dezentralen Generatoren ohne teuren Netzausbau ermöglichen.“ In das Netz von E.ON Mitte speisen bereits jetzt über 15 000 dezentrale Erzeugungsanlagen ein.
Nach Angaben von Wilckens sind in den kommenden Wochen zu dem Projekt „Regionale Energieversorgung 2020“ Informationsveranstaltungen für interessierte Kommunen geplant. Die Veranstaltungen finden statt am:
16.10.2009 in Lohfelden
27.10.2009 in Marburg-Gisselberg
28.10.2009 in Göttingen.
Weitere Informationen und die Bewerbungsunterlagen (Ausschreibungstext und Fragebogen als Download) sind im Internet auf der Projekt-Webseite deenet.org zu finden.
Die Bewerbungsfrist für Kommunen aus dem Netzgebiet von E.ON Mitte läuft bis zum 15.02.2010. Die Entscheidung über die Modellkommune fällt im März nächsten Jahres. Das Kompetenznetzwerk deENet bietet interessierten Kommunen Beratung und Unterstützung bei der Bewerbung an. (gmb)

