Co2-Handel.de - Das Portal zum Emissionshandel und Klimaschutz
Sie sind hier: Home » Carbon Footprint
Seite empfehlen

Unternehmen wählen Zulieferer zunehmend aufgrund der CO2-Emissionen aus (01.02.2010)

Bild: Pixelio/ingoanstoetzBerlin - Bei vielen Unternehmen entsteht ein nicht unerheblicher Anteil der gesamten CO2-Emissionen in der Lieferkette. Um ihre CO2-Emissionen in der gesamten Produktionskette (indirekte CO2-Emissionen oder Scope 3-Emissionen) strategisch zu managen und zu reduzieren, besteht für produzierende Unternehmen zunehmend der Bedarf an belastbaren CO2-Emissionensdaten ihrer Lieferanten.

Die wichtigsten Ergebnisse sind:

  • 44 internationale Unternehmen und 710 Zulieferer nahmen in diesem Jahr am Supply Chain Programm teil. Unter den 44 teilnehmenden Konzernen sind 20 US-amerikanische, 18 europäische und 4 asiatische Unternehmen, dazu jeweils ein Konzern aus Brasilien und Australien. Es gibt bisher kein deutsches Unternehmen, das an dem Programm teilnimmt. 90% der teilnehmenden Konzerne haben bereits konkrete Treibhausgasemissions- oder Energieeinsparungspläne etabliert. Das ist eine fast doppelt so hohe Quote wie bei allen Global 500 Unternehmen, die an das CDP berichten
  • Rücklaufquote verdoppelt: Ingesamt wurden 1.402 Zulieferer befragt. 51 % (710) der Zulieferer haben ihre CO2-Emissionen berichtet (2008: 27%). 43% der Antworten sind in der CDP-Datenbank öffentlich zugänglich.
  • Bedeutung von CO2-Emissionen als Auswahlkriterium nimmt zu: Bereits 6 % der teilnehmenden Konzerne sortieren schon heute Zulieferer aus, deren CO2-Management ungenügend ist. Hierbei spielen sowohl Kosteneinsparungen als auch strategische Überlegungen zur Positionierung als klimabewußtes Unternehmen gegenüber Investoren und Konsumenten eine Rolle. Mehr als die Hälfte (56 %) möchten daher in Zukunft Lieferanten nicht mehr beauftragen, wenn diese nicht nachweisen können, dass ihr CO2-Management bestimmten Kriterien genügt.
  • 56 % der Zulieferer, die am Supply Chain CDP teilgenommen haben, planen ihre CO2-Emissionen zu reduzieren oder ihren Energiebedarf zu senken. Nur 38% haben festgelegte CO2-Reduktions- oder Energiereduktionsziele. Diese liegen im Durchschnitt bei 3,6%. Das IPCC erachtet 3,8% für erforderlich um den gefährlichen Klimawandel zu stoppen. Betrachtet alle Zulieferer im Durchschnitt ergibt sich insgesamt ein Emissionsanstieg von 0,8%. Um diese Ziele zu erreichen, verfolgenden die Zulieferer verschiedene Ansätze. 72% verbessern die Energieeffizienz, 40% arbeiten an der Verbesserung von Produktionsprozessen und 22% geben an, erneuerbare Energien zu nutzen.

Supply Chain Report 2010 „Der CDP Supply Chain Project (Download: Bild anklicken) zeigt, dass das Bewußtsein für konsequentes CO2-Management auch in der Zulieferkette erheblich wächst. Damit wird es auch zum Faktor im Wettbewerb und Kunden und Kapital. Um so erstaunlicher ist es, daß sich bisher kein einziges deutsches Unternehmen als Mitglied am CDP Supply Chain Project beteiligt, kommentiert Caspar von Blomberg, Geschäftsführer des CDP Deutschland den Bericht.

Der WWF fordert Unternehmen und deren Zulieferer auf, sich absolute Reduktionsziele auch für indirekte Emissionen zu setzen. Nur wenn Unternehmen eine treibende Kraft bei Emissionsreduktionen sind, kann der gefährliche Klimawandel verhindert werden.


Quelle: WWF



Ihr Partner für den CO2-Fußabdruck:

Ihr Partner für den CO2 Fußabdruck: klimAktiv


08.02.2012

Strategie soll den Wald für die Zukunft fit machen

Paket zur Gebäudesanierung droht zusammenzuschmelzen - Keine Einigung

Ozeanerwärmung lässt Seeelefanten bei der Jagd tiefer tauchen

Klimastudien sagen kältere Winter in Europa voraus

Durchbruch beim Abfallgesetz - Entsorgungswirtschaft will klagen

Frankreich braucht «Stromhilfe» aus Deutschland

DIW-Studie: CCS-Technologie ist für die Energiewende gestorben

07.02.2012

Deutschland bleibt auch bei dieser Kälte Stromexporteur - dank Ökostrom

Bosch verschiebt Baustart für Solarfabrik in Malaysia

Verbandsrecherche: 87 Prozent der Energieversorger bieten Energieberatung

Löscher: Siemens wird Gewinner der Energiewende sein

EEX führt CO2-Produkte für Luftfahrtindustrie ein

Klimafolgen besser abschätzen: Forscher vergleichen Simulationen aus aller Welt

Baden-Württemberg bringt Klimaschutzgesetz auf den Weg

06.02.2012

Fällt Klimakatastrophe aus? - Vahrenholt stellt Buch vor

Nordseesturmfluten im Klimawandel

China boykottiert Klimaabgabe für seine Airlines - EU bleibt hart

EEX Handelsergebnisse für Emissionsberechtigungen im Januar

Ökoenergie-Ausbau ersetzt Brennstoffimporte in Milliardenhöhe

Stromnetze trotzen Kälte - Leitungen stabil

05.02.2012

Greenpeace-Chef zum Klimawandel: Die Zeit läuft uns davon

03.02.2012

Energy Efficiency Award 2012 für Industrie und Gewerbe: Bewerbungsfrist läuft

Vor Rio: Hochrangiges UN-Gremium will 'neues politisches Wirtschaftsmodell'

Thermografie der Bremer Innenstadt soll Wärmeverluste identifizieren

Extrem regional: Jederzeit frische Stadttomaten vom Dach

Rekordzahl von Bucheckern - Ursache Klimawandel?

02.02.2012

Greenpeace-Chef: Klimawandel Gefahr für Frieden und Sicherheit

Studie: Ölpreis könnte 2012 um 15 Prozent steigen

Forscher: Ultrafeine Partikel aus 'sauberer' Kohleverbrennung beeinflussen Klima

Qantas erhöht Ticketpreise und Kerosinzuschlag wegen Emissionshandel

PwC-Studie: Ökostrom elektrisiert Finanzinvestoren

Campact: Röslers Politik sabotiert Energiewende

Energiebranche will effizientere Offshore-Anbindung