Kopenhagen - Die bislang beim Gipfel in Kopenhagen vorgelegten Klimaziele reichen nach einem Arbeitspapier des UN- Klimasekretariats nicht aus, um die Erderwärmung ausreichend zu bremsen.
Alle auf dem Tisch liegenden Reduktionsziele für 2020 könnten die Erderwärmung nicht bei zwei Grad stoppen. Vielmehr würde sich die Erde um drei Grad erwärmen, was laut UN-Klimarat katastrophale Auswirkungen hätte. Der britische «Gardian» veröffentlichte das Papier am Donnerstagabend im Internet.
Nach Meinung des britischen Klimaökonomen Nicholas Stern sollte man jedoch nicht nur die kurzfristigen Ziele bis 2020 betrachten. Das wichtigste Ziel sei, den Treibhausgasausstoß auf einen langfristigen Reduktionspfad zu bringen, sagte Stern der Deutschen Presse-Agentur dpa. Jetzt müsse daher ein Weg gefunden werden, der zu langfristigen Zielen führe. Stern hatte im Jahr 2006 den gleichnamigen Report über die Kosten des Klimaschutzes und -wandels veröffentlicht.
In dem Papier des Klimasekretariats heißt es, solange sich die Staaten nicht auf strenge Ziele vor, für und nach 2020 geeinigt hätten, würden die weltweiten Emissionen zu einer Erhöhing der Erdtemperatur um rund drei Grad führen. Auf eine ähnliche Zahlen war auch der Experten-Verbund Climate Action Tracker gekommen.
Weitere Informationen auf den Seiten des Guardian
Quelle: dpa
Lesen Sie auch: "Climate Action Tracker Analyse: Aktuelle Klimaschutzziele reichen nicht" hier
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