Co2-Handel.de - Das Portal zum Emissionshandel und Klimaschutz
Sie sind hier: Home
Seite empfehlen

Germanwatch: Klimagipfel in Kopenhagen verfehlt sein Ziel (19.12.2009)

GermanwatchNach Einschätzung der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch hat der heute zu Ende gegangene Kopenhagener Klimagipfel sein Ziel nicht erreicht. "Mehr als 120 Regierungschefs waren sich einig - der Klimaschutz ist eine der größten Herausforderungen des Jahrhunderts. Wortgewaltig beschworen sie auf dem Klimagipfel: Jetzt ist die Zeit des Handelns gekommen. Die Ergebnisse des Klimagipfels von Kopenhagen stehen dazu in einem merkwürdigen Missverhältnis." so Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch. "Erstens stimmt die Ambition des Klimaschutzes nicht. Die Welt ist damit eher auf einem Pfad in Richtung 3,5 Grad Temperaturanstieg als 2 oder gar 1,5 Grad. Zweitens ist bei den Finanzzusagen für 2020 von insgesamt 100 Milliarden Dollar für Klima- und Regenwaldschutz sowie Anpassung nicht sichergestellt, dass es sich hier nicht um einfach um Umetikettierung von Geldern der Armutsbekämpfung handelt. Drittens ist auch nicht klar, ob die USA, China und andere Schwellenländer in wenigen Monaten in einem rechtlich verbindlichen Abkommen gebunden sein werden. Damit ist zwar sichergestellt, dass weltweit der Zug weiter in Richtung Klimaschutz fährt - aber die Geschwindigkeit ist viel zu langsam. Hier muss schon in den nächsten Monaten nachgebessert werden."
Der Verhandlungspoker der letzten Nacht scheiterte letztlich an einer fehlgeleiteten Strategie, die von vielen zentralen Akteuren verfolgt wurde, kritisiert Bals: "Die USA und China haben bei den Verhandlungen keinerlei Führungsrolle übernommen. Auch die EU konnte diese Lücke diesmal nicht füllen. Zusätzlich haben die EU und die USA einen dicken strategischen Fehler begannen, indem sie nicht zu Beginn der Verhandlungen ihre Langfristfinanzierung an Bedingungen geknüpft auf den Tisch gelegt haben. Deshalb bestand bei den Entwicklungs- und Schwellenländern großes Misstrauen, ob diese 2007 in Bali gemachten Zusagen eingehalten werden. Entsprechend zögerlich haben sie sich voranbewegt."

Auch die Vorgehensweise der dänischen Präsidentschaft bewertet Bals
kritisch: "Der dänische Premierminister Lars Løkke Rasmussen hat durch eine seltsame Häufung formaler Fehler und undiplomatischer Vorgehensweise als Konferenzleiter immer wieder den Prozess der Verhandlungen gefährdet. Die Länder, die hier bremsen wollten, haben dies wiederholt ausgenutzt, um aus prozeduralen Gründen auf die Bremse treten zu können."

Insgesamt habe der Gipfel damit nicht das eingelöst, was in den vergangenen zwei Wochen in der dänischen Hauptstadt gefordert wurde:
"Nur auf den Plakaten ist Kopenhagen tatsächlich zu Hopenhagen geworden", stellt Bals fest.


Quelle: Germanwatch

© Germanwatch



Ihr Partner für den CO2-Fußabdruck:

Ihr Partner für den CO2 Fußabdruck: klimAktiv


24.04.2014

Wege zum umweltschonenden Kraftstoffeinsatz für die Luftfahrt

Bundesregierung legt Kriterien für förderfähige Elektroautos fest

Energiewende im Verkehrssektor kommt nur langsam in Gang

Studie: Emissionshandel schadet Industrie weniger als befürchtet

CO2 - Marktbericht vom 24.04.2014

23.04.2014

''Teurer Spaß'' - Gabriel auf der Pekinger Automesse

Frühling und Sommer sind die beste Zeit für energetische Modernisierungen

Neues zum 1. Mai beim Energieausweis für Gebäude

Energetische Sanierung an niedersächsischen Hochschulen startet

Merkel prüft Tusk Vorschläge zu europäischer Energieunion

CO2 - Marktbericht vom 23.04.2014

22.04.2014

CO2 - Marktbericht vom 22.04.2014

Re-Co-Forschungsprojekt zeigt Energieeffizienzpotenziale auf

Agora Energiewende: Erneuerbare sind preiswerter als Atomstrom

AEE: Erneuerbare Energien stärken den Wirtschaftsstandort Deutschland

«Focus»: Bundesrechnungshof für Auflösung des Klimafonds

China setzt auf deutsche Hilfe beim Energiesparen

Apple betont Fortschritte beim Umweltschutz

17.04.2014

Brazil Kicks Off Carbon Neutral Goal for FIFA World Cup

Österreichischer Umweltminister Rupprechter fordert Mobilitätswende für Europa

Kirchen betreiben in Deutschland bereits rund 2.000 Solaranlagen

Sachsen-Anhalt erlaubt Behörden Kauf von teuren Öko-Autos

Union setzt Ministerin Hendricks beim Klimaschutz unter Druck

CO2 - Marktbericht vom 17.04.2014