In einer gemeinsamen Erklärung, die der UN vorgelegt wurde, haben die versammelten Regionalregierungen die nationalen Regierungen aufgefordert, die wichtige Rolle der Unternehmen und der Regional- und Kommunalregierungen anzuerkennen, und zwar als Labor zur Erprobung CO2-armer Technologien. 50 bis 80 % der erforderlichen Maßnahmen zur Verringerung der globalen Erwärmung seien auf Ebene der Regionalregierungen durchzuführen.
Die Regionalvertreter verabredeten, dass sie sich auf dem im Dezember in Mexiko stattfindenden Klimagipfel (COP16) erneut als Vereinigung treffen. Danach soll über die in Kopenhagen gemachten Vereinbarungen Bericht erstattet werden, um die weitere Entwicklung der CO2-armen Technologien, wie z.B. Elektrofahrzeuge, LED-Beleuchtung, Stromerzeugung auf Basis erneuerbarer Energieträger (Solarstrom und andere), CO2-Abscheidung und -Speicherung (Carbon Capture and Storage, CCS), verbesserte Gebäudetechnik, Entsorgung und intelligente Netze (Smart Grids) in ihren Regionen voranzutreiben.
UNFCCC-Generalsekretär Yvo de Boer sagte: “Unternehmen und Regierungen auf regionaler, kommunaler und lokaler Ebene stehen in der „ersten Reihe“ bei der Entwicklung, Vergrößerung und dem Einsatz neuer CO2-armer Technologien. Dank ihrer Vorreiterrolle und ihren Erfahrungen erhalten die Nationalregierungen Fallstudien über die praktische Anwendbarkeit neuer Technologien. Darüber hinaus sind die Ideen der Regionalregierungen ein wertvoller Stimulus für die Entwicklung innovativer Konzepte und geben Anreiz zu wichtigen Investitionen.“
Steve Howard, Vorsitzender der Climate Group, sagte: “Seit Kopenhagen sind es weltweit wieder die Regionalregierungen, die vor ihren Kollegen auf nationaler Ebene gemeinsame Klimaschutzmaßnahmen durchführen. Sie wissen, dass es keine CO2-reiche, preiswerte wirtschaftliche Zukunft gibt, und werden so rasch zu CO2-armen, innovativen Labors für Millionen von Menschen. Das sind gute Neuigkeiten, denn weltweit sind die Regierungen auf regionaler und lokaler Ebene überwiegend für die Umstrukturierung der alten, CO2-reichen und kostenintensiven Infrastruktur verantwortlich. Die Monate bis Mexiko müssen nun auf sämtlichen Regierungsebenen zu einem „Rennen an die Spitze“ werden, um eine CO2-arme, florierende Wirtschaft zu garantieren.“
Christa Thoben, Ministerin für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen sagte: „Nur ein weltweit verbindliches Klimaschutzabkommen kann sicherstellen, dass nicht nur die Unterzeichner des „Kopenhagen Accords“sondern alle Teilnehmer der Weltklimakonferenz die dort beschlossenen Klimaschutzziele wirksam umsetzen. Dabei spielen die Regionen eine entscheidende Rolle für die Umsetzung ambitionierter Klimaschutzziele.“
Weitere Treffen der Climate Group Länder und Regionen werden auf der Climate Week in New York und in Cancun, Mexiko während COP16 (November 2010) stattfinden.
An dem Bonner Treffen nahmen Vertreter aus Schottland und Wales, der französischen Regionen Bretagne, Île de France und Rhône-Alpes, der deutschen Länder Bayern und Nordrhein-Westfalen, aus den spanischen Regionen Aragon, Katalonien und dem Baskenland sowie aus Süd-Australien teil. Vertreter der nordamerikanischen Region Quebec nahmen ebenfalls an dem Treffen teil und unterstrichen damit die Bedeutung des transatlantischen Dialogs. Die mexikanische Region São Paulo unterstützte mit ihrer Anwesenheit die neue Nord-Süd-Partnerschaften zwischen Industrie- und Entwicklungsländern.
Die Veranstaltung wird klimaneutral gestellt. Die durch die An- und Abreise der Teilnehmer und die Veranstaltung vor Ort entstehenden CO2-Emissionen werden durch den Ankauf von Zertifikaten aus dem Klimaschutzprojekt JIM.NRW des Landes Nordrhein-Westfalen kompensiert. JIM.NRW bündelt Projekte in NRW bei denen Heiz- und Dampfkessel modernisiert beziehungsweise auf einen emissionsärmeren Brennstoff umgestellt werden.
Weitere Informationen: www.theclimategroup.org

