Ein umfassendes und verbindliches neues Abkommen, über das bereits seit mehreren Jahren verhandelt wird, ist daher nicht in Sicht und in Cancún kaum noch erreichbar.
In Bonn sollen die Klimadiplomaten zumindest mehr Klarheit darüber schaffen, was in Cancún konkret angestrebt und beschlossen werden könnte. Die neue Chefin des UN-Klimasekretariats, Christiana Figueres, appellierte an die Regierungen, es liege in deren Hand, beim Klimaschutz gemeinsam aktiv zu werden.
Die Verhandlungsrunde wird überschattet von der jüngsten Entwicklung in den USA. Die von Präsident Barack Obama anvisierte Klimagesetzgebung wurde im US-Senat auf Eis gelegt. Somit ist unklar, wie die USA bei Verpflichtungen zur Treibhausminderung dabei sein und ihre eigenen Ziele und Zusagen umsetzen können.
Wenn es bei den UN-Verhandlungen nicht zügig zu Lösungen kommt, wird die Weltgemeinschaft nach 2012 ohne gültiges Klima-Abkommen sein. Dann ist die erste Phase (2008-2012) des Kyoto-Protokolls von 1997 ausgelaufen. Das UN-Klimasekretariat hat für die Bonner Konferenz ein Papier über die rechtlichen Optionen und Folgen vorgelegt, falls es zu einer solchen Klimaschutzlücke kommen sollte.
Quelle: dpaLesen Sie auch: Germanwatch: Bonner UN-Klimaverhandlungen unter veränderten Vorzeichen (hier)

